Nutzungsidee für altes Schreufaer Schulhaus - Erinnerung an Lehrer Liese

Dorfmuseum ist das Ziel

Könnte ein Dorfmuseum werden: Das alte Schreufaer Schulhaus. Die Aufnahme aus der Zeit um 1914 zeigt Schulkinder und Lehrer Conrad Liese. Repro: Siegesmund

Schreufa. Es sind genau 50 Jahre her, dass die alte Schreufaer Schule geschlossen wurde. Eine Gruppe von Schreufaern möchte jetzt das im Jahr 1838 erbaute Anwesen für ein Dorfmuseum herrichten.

Als 1961 die nicht mehr benötigte Schule leer stand, wurde sie von der damals noch selbstständige Gemeinde mit dem dazugehörigen Grundstück an die Nachfolger des angesehenen ehemaligen Lehrers Conrad Liese verkauft.

Haus steht wieder leer

Jetzt steht das Haus wieder leer, dieses Mal aus gesundheitlichen Gründen der Besitzer. Im Zuge des Wettbewerbes „Unser Dorf“ kam die Idee für ein Dorfmuseum auf, die auf eine breite Zustimmung unter den Einwohnern stieß –ganz besonders unter jenen, die selbst noch diese Schule besucht haben. Auch die Eigentümer würden das einstige Schulgebäude als Dorfmuseum sehen und sind daher bereit, dem Stadtteil das Anwesen zu überlassen.

Erste Überlegungen zur Trägerschaft, zur Zweckbestimmung und zur Finanzierung wurden bereits angestellt. Viele offene Fragen werden zur Zeit durchdacht. Dazu gehört die Frage, wie diese Aufgabe gestemmt werden kann. So könnte einer der bestehenden Vereine, zum Beispiel der Verkehrsverein, dessen Satzung schon die Heimat- und Kulturpflege beinhaltet, die Trägerschaft übernehmen.

Auch ein neuer Trägerverein könnte gegründet werden. Größtes Problem ist derzeit die Finanzierung, einerseits zum Erwerb und Aufbau eines Museums, andererseits zur Unterhaltung der laufenden Kosten.

Erste Gespräche der Arbeitsgruppe mit Karsten Dittmar, dem Leiter des Bauamtes der Stadt Frankenberg, und dem Leiter der Geschäftsstelle der Region Burgwald-Ederbergland, Stefan Schulte, wurden bereits geführt. Bei einer Ortsbesichtigung wurde das Projekt Dorfmuseum als machbar eingestuft. Jedoch wurde deutlich, dass zunächst noch schwierige Rechtsfragen abgeklärt werden müssen. Im Hinblick auf die Finanzierung müssen die Initiatoren noch erhebliche Anstrengungen unternehmen, sei es durch die Beschaffung von Eigenmitteln, die Suche nach Sponsoren sowie, auf lange Sicht, das Einbringen von Eigenleistungen.

Lehrer beobachtete Wetter

Ideen für die Gesamtnutzung des Anwesens mit dem Ziel, möglichst ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, sind gefragt. Dabei wird schon an das Leben und Wirken des einstigen Lehrers Liese gedacht, der mit seinen präzisen Aufzeichnungen als Pionier der regionalen Wetterkunde gilt und durch wissenschaftliche Veröffentlichungen große Anerkennung in Fachkreisen gefunden hat.

Zunächst soll von der Schreufaer Arbeitsgruppe ein vorläufiges Konzept erarbeitet werden, um damit die Voraussetzung für mögliche Zuschüsse zu schaffen. (zpz)

Quelle: HNA

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