Kreisseniorentage in Haina

Der Weg dorthin ist das Hauptziel

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Die Kreisseniorentage sind die erste Veranstaltung im Hainaer Dorfgemeinschaftshaus nach dem Feuer im vergangenen Jahr. Mehr als 2000 Gäste werden in dieser Woche erwartet.

Haina (Kloster) - In der vergangenen Woche erklang in Adorf mehrfach das Hessenlied, da erscheint es nur fair, dass beim zweiten Teil der Kreisseniorentage im Frankenberger Land das Waldecker Lied erklingt.

Die gegenseitigen Besuche der Waldecker und der Frankenberger Senioren sind seit langem Tradition. Und auch in diesem Jahr nutzen wieder mehr als 4000 ältere Bürger die Möglichkeit, das Waldecker, beziehungsweise das Frankenberger Land zu besuchen. In der vergangenen Woche war Adorf Gastgeber für die Frankenberger Senioren und die Waldecker Senioren sind in dieser Woche in Haina zu Gast.

Und darin, die Landschaft sowie das Umfeld des anderen kennenzulernen, liegt auch der Gedanke der Seniorentage, die seit 1974 ausgetragen werden. Davon ist auch Bad Arolsens Bürgermeister Jürgen van der Horst überzeugt: „Das Hauptziel ist der Weg dorthin“, sagte er und verwies auf die Schönheit des Frankenberger Landes und insbesondere die der Gemeinde Haina: „Wir sind heute da, wo andere Urlaub machen“, berichtete er weiter. Dem pflichtete auch Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus bei, der den Senioren seine Gemeinde näher brachte.

Neben der Feuerwehrkapelle aus Dodenau hatten die Kinder der Kindertanzgruppe aus Geismar einen ganz besonderen Auftritt. Gekleidet in Trachten, bereiteten sie den Senioren mit drei Tänzen eine besondere Freude und ernteten dafür großen Applaus.

„Die gegenseitigen Besuche machen Sinn“, sagte Marion Bayan, denn Waldeck-Frankenberg sei der größte Landkreis in Hessen. Immerhin seien es von Bad Arolsen im Norden bis Hatzfeld im Süden rund 100 Kilometer. Außerdem sei die Zusammenlegung der beiden Altkreise keine „Liebesheirat“ gewesen. Dies habe sich jedoch geändert. „Denn heute gibt es viele, die sagen: Wir sind Waldeck-Frankenberger“, erklärte Bayan.

Einen großen Dank richtete sie an Brigitte Bundis, die sich seit 2006 um die Durchführung der Seniorentage kümmert. „Sie hat seit Jahren ein gutes Händchen“, sagte Bayan. Und bereits jetzt ist Bundis mit den Planungen für die Zusammenkunft im nächsten Jahr beschäftigt. (ste)

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