Frankenberger GEW verabschiedete ihr Vorstandsmitglied Peter Froschhäuser

Mit der Drehorgel zur Demo

Abschied von der Gewerkschaftsarbeit: Mit einem Lied überraschten an der Walkemühle Frankenberger GEW-Mitglieder mit Sieglinde Peter-Möller ihren langjährigen Vorsitzenden Peter Froschhäuser. Foto:  Völker

Frankenberg. Kritische Auseinandersetzung mit hessischer Bildungspolitik, die Forderung nach angemessenen Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für Lehrer, die Mitarbeit bei pädagogischen Reformprojekten und bei der Schulentwicklung im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren gewerkschaftliche Aktivitäten, die die 21-jährige GEW-Vorstandsarbeit von Peter Froschhäuser bestimmten. Im Kreis von Wegbegleitern verabschiedete den 61-Jährigen jetzt der Kreisverband Frankenberg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bei einer Feier in der Walkemühle.

Seit 1990 stand der in den Vorruhestand scheidenden Froschhäuser an der Spitze der Bildungsgewerkschaft im Kreisteil Frankenberg zusammen mit Sieglinde Peter-Möller, die in einem Rückblick die Arbeit ihres Teamkollegen würdigte. Sie schilderte sein Engagement bei der Förderstufendiskussion bereits 1987/88, beim Kampf um die Arbeitszeitverkürzung für Lehrer und um kleinere Klassen, seinen Protest gegen das „Turboabitur“ G8 und die damit verbundenen Belastungen im gymnasialen Bereich.

Wie aktiv sich Peter Froschhäuser bei GEW-Kundgebungen und Demonstrationen gegen Bildungs- und Sozialabbau immer wieder beteiligt hat, zeigte bei seiner Verabschiedung ein dokumentarischer Bilderrückblick. Dabei war sein besonders Markenzeichen die Drehorgel, mit der er auch bei einer DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Frankenberg aufgetreten war.

Peter Froschhäuser vertrat die Frankenberger GEW-Kollegen über viele Jahre im Gesamtpersonalrat der Lehrer sowie im nordhessischen GEW-Bezirksvorstand. In dem 1947 gegründeten GEW-Kreisverband Frankenberg sei es ihm während seiner Vorstandstätigkeit gelungen, eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen und den Kontakt zu den älteren Kollegen bei zahlreichen Veranstaltungen, Ehrungen und Studienfahrten zu intensivieren, hob Sieglinde Peter-Möller hervor. Sie wird nun zunächst den GEW-Kreisverband allein weiter führen. Dankesworte gab es für Froschhäuser auch von den Mitgliedern der aktiven GEW-Schulgruppe an der Edertalschule. (zve)

Quelle: HNA

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