Platanen in Frankenberg fallen am Freitag der Motorsäge zum Opfer

Arbeitsgruppe „Altstadtbegrünung“ des städtischen Landschaftsbeirats: Sie hatte der Stadt die Fällung der Platanen empfohlen. Im Bild (von links) Frank Röbert, Stefanie Neussel, Karsten Dittmar, Frank Seumer und Betriebshofleiter Martin Hecker.

Frankenberg. Jetzt ist es amtlich: Am Freitag werden zwei Platanen am Untermarkt in Frankenberg und ein weiterer Baum vor dem Steinhaus am Obermarkt Motorsäge und Axt zum Opfer fallen.

Ein Antrag eines Einwohners vor dem Verwaltungsgericht in Kassel auf einstweilige Verfügung, dass die Bäume nicht gefällt werden dürfen, ist vom Gericht abgewiesen worden. Das teilte am Donnerstagnachmittag Bauamtsleiter Karsten Dittmar in einer Pressekonferenz mit. Von weiteren Bürgern der Stadt oder von Anwohnern der beiden Marktplätze haben es keine Beschwerden wegen der Fällung gegeben.

Mit den Arbeiten soll laut Dittmar am Freitag bereits um 8 Uhr begonnen werden, die Fällung werden Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs vornehmen. Ursprünglich sollten die drei Bäume schon Mitte Juli gefällt werden. Zwei Platanen am Untermarkt waren schon im vergangenen Jahr gefällt worden.

„An den Stämmen dieser Bäume sind Schäden aufgetreten, die wir nicht dauerhaft tragen können“, begründeten die fünf Mitglieder der Arbeitsgruppe „Altstadtbegrünung“ des städtischen Landschaftsbeirats mit Bauamtsleiter Dittmar an der Spitze die Fällung der Bäume. Sie hatten die Schädigungen bei einem Ortsbegang festgestellt und der Stadt daraufhin die Fällung der Bäume empfohlen.

Ihre Erkenntnisse seien auch von einem Gutachter untermauert worden. „Teile des Stammholzes sind trocken, die Tragfähigkeit der Bäume ist nicht mehr gegeben“, sagte Betriebshofleiter Martin Hecker als Mitglied der Arbeitsgruppe: „Die Bäume befinden sich im Absterben.“ (mjx)

Quelle: HNA

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