Drei Jahre Haft nach Brandstiftung in Bad Wildunger Mutter-Kind-Klinik

Bilder aus der Brandnacht: Der Feuerwehreinsatz am 24. November 2014 an der Bad Wildunger Mutter-Kind-Klinik. Foto: Müller

Bad Wildungen. Nach einer Serie von Feuern in Bad Wildungen, bei der auch eine Mutter-Kind-Klinik evakuiert werden musste, ist ein 55-jähriger Mann wegen versuchter schwerer Brandstiftung zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Das Amtsgericht Fritzlar sah es nach mehrstündiger Verhandlung am Donnerstag als erwiesen an, dass er zumindest für drei Brände verantwortlich war - unter anderem den in der Klinik.

Rückblende: Es ist ein kalter Abend am 24. November 2014, als 35 Mütter und 54 Kinder die Mutter-Kind-Klinik in Bad Wildungen verlassen müssen. In einem Kellerraum der Klinik sind Mülltonnen in Brand gesetzt worden, starker Rauch zieht ins Gebäude - es ist einer von vier Brandeinsätzen für die Feuerwehr in Wildungen an diesem Abend. Die Evakuierten werden von einem benachbarten Restaurant aufgenommen, in Decken gehüllt kehren sie später in die Klinik zurück. Noch in der Nacht wird ein damals 54-jähriger Mann festgenommen, der verdächtig ist, das Feuer in der Klinik gelegt zu haben.

Insgesamt waren in Bad Wildungen im November 2014 in zehn Fällen Mülltonnen und Papiercontainer angezündet worden.

Vor dem Fritzlarer Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Eichler machte der Angeklagte zu den Vorhaltungen keine Aussage. So musste aus Indizien und Zeugenaussagen ein Bild geformt werden.

Der Haftbefehl gegen den Mann bleibt bestehen, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. (zrz/mam)

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Quelle: HNA

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