Dreitägiger Grenzgang  beginnt an diesem Feiertagswochenende

+
An einigen Stellen stehen noch alte Grenzsteine

Bromskirchen. Wenn man im beschaulichen Nuhnetal steht – den Ort Bromskirchen über sich am Hang – dann vermutet man kaum, dass hier bedeutende Grenzen verlaufen

Mitten im Grünen treffen die Bistümer Paderborn, Fulda und Limburg aufeinander. An solche Besonderheiten und geschichtliche Anekdoten soll der Grenzgang erinnern, den die Bromskircher an diesem langen Feiertagswochenende anlässlich des 775-jährigen Orts-Bestehens veranstalten.

„Eigentlich“, sagt Karl-Friedrich Geldbach, „fand der Grenzgang zuletzt immer zur Kommunalwahl statt, um den Neuen die Grenze zu zeigen. Aber wegen des Jubiläums haben wir bis jetzt gewartet.“ Deshalb sind jetzt nicht nur die Lokalpolitiker eingeladen, die rund 30 Kilometer lange Ortsgrenze zu erkunden, sondern alle Bromskircher und die Einwohner der Nachbarorte.

Karl-Friedrich Geldbach kennt sich bestens aus in der Gemarkung Bromskirchens, und er kann so manche Geschichte erzählen. „Kriegerische oder bewaffnete Auseinandersetzungen hat es nie gegeben“, sagt der frühere Parlamentschef. „Selbst die evangelischen Bromskircher und die katholischen Hallenberger haben immer friedlich nebeneinander gelebt.“ Kleinere Konflikte gab es höchstens mal, wenn ein Landwirt sein Vieh zum Weiden über die Grenze getrieben hatte.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

Kommentare