Mit finanzieller Unterstützung und enormer Eigenleistung hat TSV Altenlotheim sein Vereinsheim saniert

Die „dritte Halbzeit“ im Warmen spielen

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Mit finanzieller Unterstützung der Stadt, des Kreises, des Landes und des Landessportbundes hat der TSV Altenlotheim das in die Jahre gekommene Vereinsheim im Oberbach saniert. Am Freitagabend präsentierte Vorstandsmitglied Kai Bremmer (von links) Bürgermeister Björn Brede, Ortsvorsteher Heiko Backhaus, Matthias Schäfer vom Sportamt des Kreises und Sportkreisvorsitzendem Bernhard Seitz das Ergebnis. Die TSV-Mitglieder steuerten insgesamt 2100 Stunden Eigenleistung bei.

Frankenau-Altenlotheim - Während der Sportkreisvorsitzende Bernhard Seitz im TSV Altenlotheim ein fußballerisches Aushängeschild sieht, weiß Ortsvorsteher Heiko Backhaus, dass am Oberbach die dritte Halbzeit immer noch am längsten dauert. Im sanierten Vereinsheim kann das eine mit dem anderen noch besser verbunden werden, ist Vorstandsmitglied Kai Bremmer überzeugt.

Bei der offiziellen Vorstellung machte Kai Bremmer, der Spielertrainer des Fußball-Gruppenligisten, deshalb keinen Hehl daraus, dass sich der gesamte Vereine freue, künftig im modernisierten Vereinsheim in gemütlicher Runde beim Schoppen über die schönste Nebensache der Welt zu philosophieren. Und damit begann der TSV gleich am Freitagabend.

Nach einem kurzen Rückblick auf die mehr als einjährige Umbauzeit verfolgten die Altenlotheimer zunächst ein Einlagespiel der Altherrenteams des TSV und des SV Allendorf, um danach die Geselligkeit zu pflegen ? ohne dabei frieren zu müssen. Denn in der kalten Jahreszeit war es bislang immer frisch im Vereinsheim. 2010 wurde deshalb der Beschluss gefasst, zu modernisieren. Insgesamt 80000 Euro und 2100 Stunden Eigenleistung investierte der TSV in das „marode“ Gebäude, das 1962 gebaut worden war. Zwei Außenwände wurden erneut und gedämmt, der Gastraum modernisiert und umgestaltet. Die Schiedsrichter erreichen von dort aus ihre Kabine, es gibt ein kleines Büro für den „Stadion“-Sprecher, außerdem sind die neuen Sanitäranlagen für die Zuschauer aus dem Gastraum aus zu erreichen. Auch der alte Spielertrakt ist nicht wiederzuerkennen. Die Sanitäranlagen wurden erneuert, eine dritte Umkleidekabine eingerichtet.

Im Namen des beruflich verhinderten Vorsitzenden Hanno Huthwelker blickte Kai Bremmer auf die Vereinsgeschichte und die Umbauzeit zurück. Immer wieder habe der Verein versucht, neue Sportangebot im 290 Mitglieder zählenden TSV zu etablieren. „In den vergangenen Jahrzehnten wurde in Altenlotheim fantastisches geleistet“, sagte der Spielertrainer und erinnerte an die erfolgreichen 70er Jahre und die späteren außergewöhnlichen Erfolge: 670 Einwohner zählt der Stadtteil, zweimal gelang es dennoch, in die Landesliga aufzusteigen. Den TSV würden aber nicht nur die sportlichen Erfolge, sondern auch das gesunde Vereinsleben auszeichnen. Spätestens seit der Weltmeisterschaft im eigenen Land sei bekannt, dass deutsche Fußballstadien Weltklasse seien, sagte Bremmer. Doch im Breitensport sei das Gegenteil der Fall. In Zeiten knapper Kassen habe sich allenthalben ein hoher Sanierungsstau gebildet. Mit Unterstützung örtlicher Firmen und vor allem der Mitglieder habe der TSV diesen aufgelöst. Bremmer dankte allen am Bauprojekt Beteiligten, vor allem dem Rentner-SEK, das „immer Gewehr bei Fuß stand“.

Der Frankenauer Bürgermeister Björn Brede beglückwünschte den Verein zu einer „großartigen Leistung“. Er lobte das große Engagement der Mitglieder. Letztendlich habe sich der Verein damit amer am meisten selber geholfen. Als ein gelungenes Werk bewertete Sportkreisvorsitzender Bernhard Seitz den Umbau. „Was man hier sieht, spricht für sich.“ Mit dem neuen Vereinsheim habe der TSV eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung gelegt, erklärte Matthias Schäfer vom Fachdienst Sport des Landkreises. Er könne sich noch gut an Kindertage erinnern, sagte Ortsvorsteher Heiko Backhaus, als das Vereinsheim nicht mehr als eine Bretterbude gewesen sei - nicht zu vergleichen mit dem „tollen neuen Vereinsheim“. Der Männergesangverein überreichte als Einzugsgeschenk in das modernisierte Vereinsheim einen Scheck.

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