Beachvolleyball in Frankenberg

Ein Drittel aller Turniere fällt weg

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Frankenberg. - Die Junge Union aus Frankenberg möchte sich bei Bürgermeister Rüdiger Heß für den Erhalt von Beachvolleyball-Feldern im Stadtgebiet stark machen.

Im Beachvolleyball stehen die Frankenberger Mannschaften keineswegs schlecht da - wohlgemerkt gilt das für die Spieler. Immerhin stellt Frankenberg mit Sarah Schneider eine U19-Vizeweltmeisterin. Für die Trainingsbedingungen in der Illerstadt gilt aber viel mehr das Gegenteil: Lediglich zwei von drei Plätzen sind derzeit bespielbar - und das auch nur, wenn es trocken ist. Aber was tun? Sanierung oder gleich alles Neu? Für Uwe Burkhard, Spartenleiter beim Frankenberger TSV und stellvertretender Beachwart beim Hessischen Volleyball Verband (HVV), ist ein Neubau die günstigere Alternative: Er rechnet mit Kosten von 60 000 bis 100 000 Euro für einen Neubau der gesamten Fläche. Auf der Fläche möchte das DRK allerdings auch ein Seniorenheim errichten. Noch in diesem Jahr solle das Grundstück erworben werden, sagt DRK-Geschäftführer Christian Peter, sodass im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden könne. „Die Flächen der jetzigen Spielfelder sind teilweise in die Planung einbezogen. Es haben dazu auch schon Gespräche mit dem TSV stattgefunden“, sagt Peter.

Der schlechte Zustand der Plätze bedeutet auch, dass viele Turniere nicht stattfinden können. Für einige Jugendturniere könne man nach Biedenkopf ausweichen, sagt Burkhard. „Alle anderen Turniere fallen aus“ - der Beachcup zieht komplett auf den Obermarkt. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass rund ein Drittel der Wettkämpfe nicht stattfindet.

Burkhard sowie der TSV-Vorsitzende Klaus Hartmann sind jedoch guter Dinge, dass eine Lösung - etwa durch einen Umzug - gefunden wird: Gespräche mit dem Ältestenrat hätten bereits stattgefunden, berichtet Hartmann.

Die Junge Union möchte sich ebenfalls für eine Lösung Einsetzen. „Durch die nationale Reputation des Standortes, ist es wichtig, das die Flächen erhalten bleiben“, sagt der Vorsitzende Jannik Schwebel-Schmidt. In einem Gespräch mit Bürgermeister Rüdiger Heß möchten die Christdemokraten auf die hohe Bedeutung des Beach-Volleyballs für Frankenberg hinweisen und Möglichkeiten einer schnellen Lösung des Problems angehen.

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