Frankenberg

DRK-Kreisverband will Seniorenheim mit Hotel im Teichgelände bauen

- Auf städtischem Grund, etwa auf den heutigen Beachvolleyballfeldern im Teichgelände, will das Deutsche Rote Kreuz ab Ende 2011 eine 12.000 bis 15.000 Quadratmeter große Fläche bebauen.

DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter, DRK-Kreisvorsitzender Dr. Rolf Bluttner und Architekt Achim Roth stellten den geplanten Neubau im Kreuzungsbereich der Hain- und Bottendorfer Straße vor, der zwischen 2011 und 2013 errichtet werden soll. Gemeinsam mit Christian Engelhardt berichteten sie von den Plänen, für die es bereits Zeichnungen, aber noch keine Kostenkalkulation gibt. Geschätzt liegt die Investitionssumme bei fünf bis sechs Millionen Euro. Der Bürgermeister lobte die Arbeit des ambitionierten Kreisverbandes und äußerte sich vor allem begeistert über die Lage des neuen Seniorenzentrums, das sich auch der vorhandenen Infrastruktur bedienen soll. Geplant sind laut Engelhardt unter anderem Kooperationen mit dem Schwimmbad – etwa bei der Wärmeversorgung.

Geschäftsführer Peter setzt dem „Zeitgeist entsprechend“ auf Wohngemeinschaften und Wohngruppen statt einem Stationskonzept. Die Zeichnungen von Roth sehen fünf eigenständige Wohngruppen mit Aufenthaltsbereichen und jeweils zehn Einzelzimmern vor. Außerdem sollen in dem Heim sechs Kurzzeitpflegeplätze sowie acht Tagespflegeplätze angeboten werden. Hinzu kommen zwei völlig eigenständige Bereiche: Auf 160 Quadratmetern soll eine Altentagesstätte eingerichtet werden, in der das DRK zu seinen Gruppenangeboten und Seniorenaktivitäten einlädt. Außerdem: In dem Bau mit einer Nutzfläche von 6000 bis 7000 Quadratmetern soll ein Hotel „garni“ eröffnen, in dem Übernachtungen mit Frühstück angeboten werden. Mitte bis Ende 2011 sollen laut DRK-Geschäftsführer die zweijährigen Bauarbeiten beginnen.

Im Zuge der Bauarbeiten würden die drei Beachvolleyballfelder des TSV „Hessen“ Frankenberg verlegt, erklärte Christian Engelhardt und berichtete von einem neuen vierten Feld. Gepritscht und gebaggert werden soll zukünftig auf der heutigen „Erweiterungswiese“ des Ederberglandbades.

Während das Land keinen Bedarf für ein weiteres Seniorenheim in Frankenberg sieht und das finanziell auch nicht unterstützt, glaubt Engelhardt fest an den Erfolg der Einrichtung. Auf Förderung will das Deutsche Rote Kreuz jedoch nicht verzichten: „Das Geld liegt überall auf der Straße, es muss nur gesucht werden. Und das tut unser Geschäftsführer“, sagte Bluttner. (rou)

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