Frankenberg: Wichtiger Ratgeber und Meinungsbildner

DRK-Landesverband verabschiedet Wilhelm Lange

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Frankenberg - Wilhelm Lange, langjähriger Wegbereiter und Schatzmeister des DRK-Kreisverbandes Frankenberg, schied auf eigenen Wunsch aus seinem letzten Rotkreuz-Ehrenamt auf Landesebene aus.

Um Lange gebührend zu verabschieden, verlegte der Rechts- und Satzungsausschuss, dem der Frankenberger seit 38 Jahren angehört hatte, seine routinemäßige Arbeitssitzung eigens in das Katastrophenschutzzentrum.

Im Auftrag des DRK-Landesverbandes Hessen verabschiedeten dort dessen Landesgeschäftführer Thomas Klemp und der stellvertretende DRK-Landesjustiziar Dieter Löber den 87-jährigen Frankenberger Rotkreuz-Mitstreiter, der für sie über Jahrzehnte „ein wichtiger Ratgeber und Meinungsbildner“ in vielen Bereichen der DRK-Arbeit gewesen sei.

„Wir haben allen von ihrem einmaligen Erfahrungsschatz profitiert“, meinte der DRK-Landesgeschäftsführer und würdigte dabei auch die menschlichen Qualitäten Langes, der zwar viel Einfluss gehabt, ihn aber so eingesetzt habe, „dass es immer angenehm war“. Dabei sei es dem Frankenberger DRK-Schatzmeister in erster Linie um das Rote Kreuz und das Wohlergehen des Verbandes gegangen, betonte Klemp und sprach Wilhelm Lange den Dank des DRK-Landesverbandes Hessen aus.

Wilhelm Lange, der als Schatzmeister und seit 1972 als Geschäftsführer zeitweilig auch für den benachbarten DRK-Kreisverband Korbach-Arolsen Verantwortung trug, war treibende Kraft beim Aufbau des Zeltlagers „Albert Schweitzer“ am Edersee zum modernen Jugendrotkreuz-Zentrum, er setzte sich ein für die Schaffung von Altenwohnheimen in Battenberg und Frankenberg, für den Ausbau des Katastrophenschutzes, des Krankentransportes und vielfältiger sozialer Dienste des DRK im Frankenberger Raum. „Als erfahrener Praktiker erfüllte Lange zwischen den Juristen des Rechts- und Satzungsausschusses eine wichtige Funktion“, hob Justiziar Dieter Löber hervor.

Dienst und Hobby verbanden sich für Lange im Bereich der Rotkreuz-Philatelie, mit der er Frankenberg zum bundesweiten Zentrum machte: Er war als international anerkannter Experte für Rotkreuz-Briefmarken auch als Vorsitzender der Bundesforschungsgemeinschaft „Rotes Kreuz“ im Bund deutscher Philatelisten weit über Deutschland hinaus bekannt.

Im Anschluss an die Ehrung Wilhelm Langes standen bei den Beratungen des DRK-Rechtsausschusses im Katastrophenschutzzentrum die neuen Mustersatzungen für alle DRK-Kreisverbände und -Ortsvereine im Mittelpunkt. Sie sollen vereinheitlicht werden und vergleichbar sein, wobei die Trennung von Aufsicht und Exekutive ein durchgängiges Satzungselement werden müsse, erklärte Dieter Löber.

15000 aktive Mitglieder

Derzeit stellt der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes mit seinen 39 Kreisverbänden und fünf Schwesternschaften die stärkste Hilfsorganisation in Hessen dar, teilte Thomas Klemp mit. Er verfüge über mehr als 250000 Mitglieder, darunter 15000 Aktive, inklusive 5000 Jugendrotkreuz-Mitgliedern. Zentrale Aufgabe bleibe der Rettungsdienst, der in Hessen zu 60 Prozent vom DRK abgedeckt werde. „Es finden sich immer wieder Menschen, die bereit sind, im Roten Kreuz aktiv mitzuwirken“, erklärte Klemp. Der Bundesfreiwilligendienst werde dankbar angenommen, weil er auch Leuten, die älter sind als 27 Jahre, eine Mitarbeit ermögliche. (vk)

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