DRK-Serie: HNA zu Besuch im Seniorenzentrum

Battenberg. Ein Blick hinter die Kulissen: Weil der Kreisverband Frankenberg des Deutschen Roten Kreuzes dieses Jahr 125 Jahre alt wird, schaut sich die HNA dort in diesen Tagen ein bisschen um. In unserem vierten Serienteil begleiten wir die Angestellten bei ihrer Arbeit im Seniorenzentrum.

Es ist kurz nach 8 Uhr im DRK-Seniorenzentrum Battenberg. Wecken. „Guten Morgen“, sagt Pflegefachkraft Pauline Jasinski, setzt sich auf das Bett einer 88-jährigen Seniorin und streichelt ihr liebevoll über den Kopf. „Guten Morgen, liebe Oma“, bekommt Jasinski zur Antwort. Die alte Dame richtet sich im Bett auf und gähnt. „Schlafen ist eine gute Idee“, sagt sie. Die Seniorin – nennen wir sie Frau A. – ist dement.

Ihr Kurzzeitgedächtnis ist gestört. Sie hat Probleme, sich zu orientieren, und kann ihr Leben nicht mehr allein meistern. Pauline Jasinski bindet sich eine Plastikschürze um und führt Frau A. ins Bad. „Ich helfe Ihnen“, sagt Jasinski. „Hier ist der Waschlappen. Damit können Sie sich schon mal waschen.“ Aufmunternd fügt sie nach einigen Minuten hinzu: „Das ging doch gut.“

Kämmen, eincremen, Zahnpflege, anziehen. Das dauert. Zwischendurch beschwert sich Frau A.: „Mir ist kalt.“ - Dabei sind die Temperaturen hochsommerlich. „Hier habe ich Schmerzen.“ – Pauline Jasinski hört geduldig zu. „Wenn es nicht besser wird, müssen wir damit zum Doktor gehen“, sagt sie. „Den Mund zu. Und schön die Zähne drin lassen“, sagt die Pflegefachkraft. Dann führt sie die alte Dame am Arm in den Frühstücksraum.

Von Thomas Hoffmeister

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Quelle: HNA

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