Bromskirchen

Droht Bromskirchenr Windpark im Wald das "Aus"?

- Bromskirchen (-sg-). Bis zu zwölf Windräder wollte der Investor Juwi aus Wörrstadt für 45 Millionen Euro im Wald westlich Bromskirchens bauen, vor einem Jahr hatten drei Firmenvertreter bei einer Bürgerversammlung für ihr Projekt geworben – es droht zu scheitern. Das berichtete Bürgermeister Karl-Friedrich Frese am Freitag auf Nachfrage der WLZ-FZ: Die Regionale Planungsversammlung habe die Ausweisung der Flächen für Windenergie abgelehnt. Das hat er auf Nachfrage beim Kasseler Regierungspräsidium erfahren.

Der Juwi-Gruppe sei bekannt, dass die Flächen im neuen Regionalplan nicht für Windkraft ausgewiesen seien, sie setze sich aber weiter dafür ein, sagte Pressesprecher Ralf Heidenreich am Freitag der WLZ-FZ. Solange dieser Plan nicht rechtskräftig sei, „halten wir an unseren Plänen fest.“ So gelte es abzuwarten, was noch nicht vorliegende naturschutzrechtliche Gutachten brächten.

Die Fläche zwischen Trambachsrücken und Lippestriesch im Norden und Schorfenstein, Lieders und Schnabel im Süden sollte als denkbarer Standort in den neuen Regionalplan für Nordhessen aufgenommen werden, über den Anfang dieses Jahres entschieden wurde. In den Abwägungen zwischen den wirtschaftlichen Interessendes Investors und der Förderungerneuerbarer Energien auf der einen Seite sowie den Belangen des Forstes und des Naturschutzes auf der anderen hat offenbar der Naturschutz gesiegt. Denn die Fläche ist laut Frese als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen, neben anderen Vögeln ist besonders der Rote Milan als schützenswert eingestuft. Und der lebt dort. Deshalb hat gerade die Obere Naturschutzbehörde Bedenken.

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