Sommer im Sattel

Durch den Burgwald und die Bunstruth

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Sommer im Sattel

Gemünden/Frankenberg - Auf dieser Tour ist fast alles dabei: Es geht durch den Wald, durchs Feld, durch friedliche Dörfer, aber auch durch Städtchen mit Gasthöfen und Einkaufsmöglichkeiten: Die 50 Kilometer lange Fahrt durch die Bunstruth und den Burgwald lohnt sich.

Start zur Rundfahrt ist in der Rosenthaler Straße am Frankenberger Stadtrand. Von dort geht es links ab auf den überregionalen Radweg R6. Dieser führt auf die Höhe bei Bottendorf. Wer dort der Beschilderung folgt, überquert die Landesstraße und fährt durch den Burgwalder Ortsteil. Als Alternative für sichere Fahrer und bei wenig Verkehr ist es auch möglich, für ein paar Hundert Meter die (momentan teils gesperrte) Landesstraße in Richtung Rosenthal zu wählen und erst vor der Teerhütte nach links wieder auf den R6 abzubiegen. Die erste Etappe führt durch den Burgwald nach Rosenthal. Auf festen Schotterwegen geht es in Kurven mal durch den Wald, mal an offenen Flächen vorbei. Die Strecke ist leicht zu fahren, es geht abwechselnd sachte bergauf und bergab. Erst vor Willershausen rollen die Räder ein längeres Stück hinunter. Der Weg führt ins idyllische Dörfchen, wo die Menschen auf dem Bürgersteig freundlich grüßen. Diese Tour ist die Gelegenheit, den kleinsten Rosenthaler Stadtteil zu erkunden: Weil er am Ende der Straße liegt, waren viele noch nie dort.

Auf der kleinen Verbindungsstraße zwischen Willershausen und Rosenthal rollen die Räder zügig auf Asphalt bergab, Minuten später ist bereits Rosenthal in Sicht. Die zweitkleinste Stadt Hessens bietet viele Möglichkeiten für die erste Rast, entweder in einer der Gaststätten oder mit eigenem Proviant. Für Radler, die eine größere Pause machen möchten, bietet sich eine kleine Entdeckungstour zu Fuß auf dem Wildrosenpfad an. Hinter der Sport- und Kulturhalle geht es weiter, zunächst nach links in Richtung Gemünden und kurz darauf an der großen Kreuzung wieder links. Wenige Meter führt der Weg entlang der Straße nach Lehnhausen, dann zweigt der Radweg nach rechts ab. Von nun an verläuft die Strecke auf dem Wanderweg X9. Auf der Etappe nach Gemünden bieten sich idyllische Aussichten – aber die muss man sich erarbeiten. Von nun an geht es immer wieder ein wenig bergauf, ganz steile Anstiege gibt es aber nicht. Die Strecke führt zunächst durchs Feld, dann durch den Wald. Auf der Höhe fällt der Blick nach rechts auf das Hugenottendorf Hertingshausen.

Dort oben, an der Grenze zum Landkreis Marburg-Biedenkopf, ist der Weg aber nur etwas für Mountainbikes: Es geht über nicht gemähte Graswege, durch Matsch und Pfützen und über einige Wurzeln. Ein paar Minuten später geht es wieder links ab – und dann rollen die Räder das letzte Stück von allein: Der Teerweg schlängelt sich hinab in die Wohrastadt Gemünden – Halbzeit nach knapp 27 Kilometern. In Gemünden bietet sich ein Schlenker durch die Freizeitanlage am „Schwarzen Weg“ an, die sich auch gut für eine Pause eignet: Dort gibt es die Möglichkeit, am Teich die Beine baumeln zu lassen, sich im Aquädukt die Füße zu kühlen, den Barfußpfad auszuprobieren oder in einem der nahen Gasthäuser Rast zu machen. Im Alten Bahnhof lohnt ein Blick in den alten Mitropa-Schlafwagen. An Wochentagen stehen in Gemünden auch Supermärkte und Bäckereien offen.

Vom Rand des „Schwarzen Wegs“ aus geht es weiter durch die Straße „Am Bahnhof“. Sie mündet in einen Schotterweg, der am Hundeplatz endet. Ein paar Hundert Meter auf der Landesstraße sind nun nicht zu vermeiden: Es gibt noch keinen Lückenschluss zwischen Gemünden und Grüsen. Erst in Höhe des Außengehöfts geht es wieder nach links ab. Von dort führt die alte Straße durch die Felder sowie durch die Dorfkerne von Grüsen und Sehlen. Dort ist die Strecke angenehm eben, optimal zum Wiedereinstieg nach einer Pause. Hinter Sehlen muss die Landesstraße überquert werden, dann zweigt der Weg am Trafohäuschen in Bockendorf gleich wieder links ab. Die Verlängerung der Weinbergstraße führt auf die Höhe. Geradeaus geht es teils auf Graswegen weiter, immer weiter auf dem Höhenzug auf Haubern zu. Das Panorama umfasst das Edertal und das Sauerland, den Burgwald links, den Kellerwald rechts und das Rothaargebirge vorn. Der Weg führt durch Haubern hindurch, aber von dort nicht auf direktem Weg auf Friedrichshausen zu, sondern erst durchs Feld nach Dörnholzhausen. Dort zweigt die Radstrecke erst Richtung Geismar ab, wenige Meter weiter geht es mitten im Dorf nach links. Im Zickzack verläuft die Strecke nach Friedrichshausen, wo der Radweg nach Frankenberg beginnt. Auf halber Strecke geht es links ab, durchs „Kalte Wasser“ zurück. Nun geht es nur noch bergab, bis der Startpunkt am Frankenberger Stadtrand wieder erreicht ist.

Die Karte zur Tour zum Ausdrucken gibt es hier:

Bunstruth

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