Hospiz-Vortrag von Christl Weimann beim Rosenthaler Bürgerhilfeverein Wir für uns

Weg durch Trauer und Angst

Mit der Referentin: von links Erika Olbrich, Vorsitzende des Bürgerhilfevereins, Christl Weimann, Vorsitzende des Hospizvereins, und Lydia Waßmuth, Leiterin des Seniorenclubs. Foto: Moniac

Rosenthal. Um das sensible Thema „Hospiz“ ging es bei einem Vortrag des Rosenthaler Bürgerhilfevereins Wir für uns und des Seniorenclubs. Vor vielen interessierten Zuhörern berichtete Christl Weimann, Vorsitzende des Ambulanten Hospizvereines Frankenberg, über die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter und über ihre persönlichen Erfahrungen im Verein.

Die meisten Menschen sterben heute im Alten- oder Pflegeheim oder im Krankenhaus, auch wenn sie die letzte Lebensphase am liebsten zu Hause verbrächten, sagte Weimann. Das Thema Tod werde oft sogar ausgeklammert, und häufig würden die Ängste des Kranken kleingeredet nach dem Motto „Du schaffst das schon“.

Das Ambulante Hospiz versucht, das Sterben zu Hause zu ermöglichen, doch die Begleitung der Betroffenen findet auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen statt, und die Angehörigen erhalten Unterstützung und Beratung. Grundlage der modernen Hospizbewegung und der Palliativmedizin ist die Arbeit der englischen Ärztin Cicely Saunders in den 1960er-Jahren.

„Wir hören den Kranken zu und nehmen ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst“, erklärte Weimann. Für die Begleitung auf dem Weg durch Trauer und Angst sei Zeit nötig und das Sich-Einlassen auf die Gefühle und Gedanken der Sterbenden. Dazu werde der Wunsch unterstützt, in Würde in der gewohnten Umgebung zu sterben. Die Erkenntnisse über die Situation Sterbender beruhen auf den Beobachtungen der Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross, die mit unheilbar Kranken Interviews führte. (zmm)

Quelle: HNA

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