Altenlotheim

Durstewitz: „Mit mir vielleicht schiefgegangen“

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- Frankenau-Altenlotheim (schä). Vor zwei Monaten war er noch Lena Meyer-Landruts Konkurrent um den Platz als Deutschlands Vertreter beim Eurovision Song Contest. Am Samstagabend war er zumindest in Gedanken in Oslo: Christian Durstewitz.

Der Drittplatzierte der Vorausscheidung „Unser Star für Oslo“ erlebte Deutschlands ersten Grand-Prix-Sieg seit fast 30 Jahren beim Hessentag in Stadtallendorf, wo nach „Durstis“ Liveauftritt beim Public ­Viewing auf dem Marktplatz „ordentlich was abging“. Er habe nicht alles sehen können auf der großen Leinwand, weil so viele Menschen da waren. „Wir haben bei der Punktvergabe immer nur gehört ‚Germany‘, und haben dann gejubelt“, berichtete Durstewitz am Sonntagvormittag in einer Live-Schaltung auf hr3. Im Gespräch mit der WLZ-FZ war er voll des Lobes über Lenas Auftritt in Oslo und sprach von einem verdienten Sieg. „Man sieht, wenn man gut genug ist, kann einem das gegenseitige­ Punkte-Zugeschiebe anderer Länder egal sein“, sagte der in Altenlotheim lebende Sänger, der gerade an einer „neuen, aber noch geheimen Sache“ arbeitet. Der 20-Jährige hatte schon im Vorfeld immer wieder gesagt, dass er an einen Sieg von Lena Meyer-Landrut glaube – und hat recht behalten. Und auch die Siegerin schien ihr Triumph scheinbar kaum vom Hocker zu reißen. „Lena war schon immer weniger aufgeregt. Und das ändert sich auch nicht, weil bei so einer Produktion läuft alles immer gleich ab, tagelang. Man kennt die Bühnen, den Ablauf hat man völlig verinnerlicht. Also war sie auch am Samstag sehr chilled“, meinte „Dursti“, dem die Beiträge aus Dänemark und Belgien ebenfalls gut gefielen. Er selbst bedauert es nach wie vor nicht, dass er nicht an Lenas Stelle war. „Ich bin froh mit dem Leben, wie es jetzt ist. Das war schon alles so richtig. Ich lebe meinen Traum und möchte mit nichts tauschen. Besser hätten wir als Deutschland es nicht machen können“, sagte Durstewitz – und fügte an: „Und wer weiß: Mit mir in Oslo hätte das ja auch schiefgehen können.“

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