Edertalschule: 16 Schüler besuchen freiwillig G8-Klasse

Waldeck-Frankenberg. 16 der 91 Schüler der jetzigen Klassen 6 des Frankenberger Gymnasiums Edertaschule (ETS) haben sich freiwillig dafür entschieden, die Schulzeit in acht Jahren (G8) zu absolvieren und nicht in neun (G9), wie es künftig wieder die Regel ist.

Für sie bildet die ETS ab der Jahrgangsstufe 7 eine eigene G8-Klasse – neben drei G9-Klassen.

Das Frankenberger Gymnasium nimmt an einem Schulversuch des Kultusministeriums teil. Der ermöglicht, dass es als einziges Gymnasium in Waldeck-Frankenberg künftig G8 und G9 parallel anbieten kann. Die Kinder in der Jahrgangsstufe 5 sowie 6 werden gemeinsam unterrichtet, die Differenzierung nach G 8 und G9 erfolgt in Jahrgangsstufe 7. Für den organisatorischen Mehraufwand bekomme die Schule eine halbe Lehrerstelle zusätzlich, schilderte Schulleiter Stefan Hermes.

Ob allerdings jedes Jahr in der Jahrgangsstufe 7 eine eigene G8-Klasse angeboten wird, hängt von der weiteren Nachfrage ab. Zwölf Schüler müssen es mindestens sein, sagt Hermes. Schon Anfang des neuen Schuljahrs werde bei den Eltern der 5. und 6. Klassen ein Stimmungsbild eingeholt. Verbindlich entscheiden müssen sie sich nach dem ersten Schulhalbjahr der 6. Klasse. Angesichts der hohen Einschulungszahlen – 2013 gibt es wieder fünf 5. Klassen, 2012 waren es nur vier – geht der Schulleiter davon aus, dass auch die Alternative G8 gewünscht werde.

Kritik von Eltern, deren Kinder andere Gymnasien im Kreis besuchen und die diese Wahlmöglichkeit nicht haben, ist bisher nicht lautgeworden. „Es gibt die 100-prozentige Zustimmung von Eltern und Lehrern zu G9“, sagt zum Beispiel Norbert Volkwein, Leiter der Uplandschule in Willingen. Der Frankenberger Schulleiter Hermes weiß nur von einem Schüler eines anderen Gymnasiums, der wegen G8 nun ab der 7. Klasse die ETS besuchen wird.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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