Löhlbach

Edle Tiere und altehrwürdige Kutschen

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- Haina - Löhlbach (gf). Seltene Pferderassen und historische Droschken standen beim Löhlbacher Kutschenkorso im Mittelpunkt des Interesses.

Mehr als 40 Pferdegespanne waren am Sonntag beim Kutschenkorso in Löhlbach zu sehen: Historische Kutschen sowie ungewöhnliche Rassen und Einspannungen begeisterten die Zuschauer am Straßenrand. So war zum ersten Mal ein Gespann von Dülmener Wildpferden im Korso vertreten. Die beiden zweijährigen Wallache der alten Rasse überzeugten in der Anspannung von Alois Härtl mit guter Führigkeit und synchronem Lauf. Erst in diesem Frühjahr hatte Härtl die zuvor ungelernten Tiere für die Anspannung in einer Kutsche trainiert. Besonderes Merkmal der Dülmener ist der Aalstrich auf dem Rücken, ein genetisches Erbe des ausgestorbenen Tarpans. Heute gilt die Rasse der Dülmener als extrem gefährdet und ist von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrasen als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Eine besondere Eleganz zeigten im Trabschritt zwei große, muskulöse, weiße Tiere, die ein Züchter aus Thüringen in Anspannung vorführte und die einer spanischen Rasse angehören. Nicht zu kurz kamen Liebhaber von Ponys, die in verschiedenen Anspannungen zu sehen waren. Rainer Wilhelmi, der neben Meinhard Möller zu den Hauptorganisatoren des Korsos gehört, zeigte seine Classic-Ponys Janco und Chipsy, die einen Doktorwagen zogen. Während die Kutschfahrer mit ihren Beisitzern auf einer 16 Kilometer langen Route das Löhlbacher Umland durchstreiften, gab es im Gewerbegebiet die Möglichkeit zur Stärkung bei Gegrilltem, Kaffee und Kuchen. Die Bewirtung übernahm wieder der Tennisverein. Auch ein Kinderprogramm wurde geboten: So konnten die Kleinen unter Anleitung Hufeisen mit der Laubsäge ausschneiden, die nach der Lackierung zum Trocknen an die Leine kamen. Beliebt bei den Kindern waren auch alte Traktoren, die einige Löhlbacher zur Schau gestellt hatten. Für musikalische Unterhaltung sorgte abends die Band „Midlife-Crisis“.

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