Ehemalige schwedische Jugendrotkreuz-Delegierte kam zum DRK-Jubiläum

Frankenberg. "Nur zwölf Jahre nach Kriegsende fuhren wir mit dem Zug durch Deutschland, das immer noch deutliche Spuren von Bomben und Granaten aufwies. Da war das Jugendrotkreuz-Zeltlager am Edersee für uns Jugendliche ein Ort der internationalen Gemeinschaft und der Völkerverständigung", erinnerte sich die 71-jährige Schwedin Elisabeth Persson-Grip, als sie jetzt in Frankenberg mit Gastgebern von damals zusammentraf.

Anlass ihres Besuchs war das 125-jährige Bestehen des DRK-Kreisverbandes Frankenberg (HNA berichtete). Im Jahr 1957 hatte die aus Jönköping stammende Schülerin erstmals an einer internationalen JRK-Begegnung im Albert-Schweitzer-Lager teilgenommen, später leitete sie Delegationen und betreute Frankenberger Gruppen in ihrer Heimat Småland.

Auch als Lehrerin und Abgeordnete des schwedischen Reichstags hielt sie bis heute den Kontakt zum Frankenberger Roten Kreuz, insbesondere zum langjährigen DRK-Schatzmeister Wilhelm Lange. Der 88-Jährige begrüßte sie bei dem Festakt herzlich und freute sich über die seit Generationen andauernde Nachhaltigkeit der 25 Internationalen JRK-Begegnungen mit 1200 Jugendlichen aus 18 Nationen.

Der DRK-Kreisverband habe besonders enge Kontakte zum schwedischen und österreichischen Jugendrotkreuz mit dessen damaligen JRK-Generalsekretär Sepp Schwarz gepflegt, berichtete Wilhelm Lange. In den 1950er-Jahren baute er zusammen mit dem damaligen Edertalschüler Rolf Goßmann die Jugendrotkreuz-Arbeit im Altkreis Frankenberg auf.

"Ich erinnere mich noch, wie ich bei Margarethe Barth in der DRK-Baracke an der Röddenauer Straße meine Erste-Hilfe-Ausbildung erhielt", erzählte jetzt Goßmann, der später als Referent im Bundesinnenministerium arbeitete. Unterstützt vom damaligen SMV-Vertrauenslehrer Dr. Albert Ducheyne gewann er in den 1960er-Jahren zahlreiche JRK-Gruppenleiter an der Edertalschule zur Mitarbeit auf Kreisebene.

Der heute 79-jährige Rolf Goßmann traf Elisabeth Persson-Grip, damals Magnusson, 1957 zum ersten Mal am Edersee. Mehrfach organisierte er im Albert-Schweitzer-Zentrum "Albert-Schweitzer"- Wiedersehen, sodass sich mittlerweile schon die Kinder der JRK-Aktiven von damals trafen.

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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