Spendenübergabe an Hospizverein und Weißer Ring

Auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen

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Fast 2000 Euro kamen am 15. November zusammen, als Motorsportfans und Heimathistoriker aus dem Oberen Edertal an die legendären Motorradrennen in und um Battenberg erinnert haben. Der Motorsportclub rundete das Geld auf, die Spende teilen sich der Weiße Ring und der Hospizverein. Unser Bild zeigt (von links) die Initiatoren Rudolf Steber und Reiner Gasse, Annegret Kiendl und Gudrun Sasse vom Hospizverein, Gregor Mühlhans vom Weißen Ring und Lothar Guth vom MSC Battenberg.Foto: Mark Adel

Frankenberg - Im November haben mehrere hundert Menschen erlebt, wie sehr die Motorradrennen in Battenberg in den 50er Jahren begeisterten.

Die Organisatoren des Filmabends über die legendären Battenberger Motorradrennen haben den Erlös der Veranstaltung gespendet: Der Hospizverein und die Opferschutzorganisation Weißer Ring haben je 1000 Euro erhalten. Reiner Gasse, Rudolf Steber und Lothar Guth überreichten gestern einen symbolischen Scheck an Gregor Mühlhans vom Weißen Ring sowie an Annegret Kiendl und Gudrun Sasse vom Hospizverein.

Heimatforscher Reiner Gasse aus Battenfeld und Motorsport-Experte Rudolf Steber aus Berghofen hatten mit Unterstützung von Lothar Guth vom Battenberger Motorsportclub sowie der technischen Hilfe von Rainer Bienhaus und Günter Wack eine umfangreiche Dokumentation über die Battenberger Motorradrennen in den 50er Jahren erarbeitet und dazu auch viele Zeitzeugen befragt (FZ berichtete).

In der voll besetzten Burgberghalle war das Ergebnis am 15. November zu sehen. „Die Resonanz war überwältigend“, sagte Steber gestern. „Das hätten wir so nicht erwartet.“ Der Erlös aus dem Getränkeverkauf lag bei fast 2000 Euro. Die noch fehlenden 188 Euro steuerte der Motorsportclub bei. Schon am Abend war bekannt gegeben worden, dass Hospizverein und Weißer Ring die Spende erhalten. Beide Vereine finanzieren sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge und sind auf freiwilliges Engagement angewiesen. Im vergangenen Jahr hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Weißen Rings im Landkreis 63 neue Fälle bearbeitet, außerdem vier Altfälle, berichtete Gregor Mühlhans. Der Verein unterstützte außerdem 25 Betroffene finanziell, um Rechtsberatungen zu ermöglichen. Viermal wurde eine psychologische Erstberatung bezuschusst. An Sofort- und Opferhilfe wurden 9550 Euro ausgezahlt.

„Ich bin begeistert, was die Battenberger auf die Beine gestellt haben“, sagte Annegret Kiendl bei der Spendenübergabe. Der Hospizverein habe 120 Mitglieder und 14 ehrenamtliche Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wurden 30 schwer kranke Menschen und Angehörige betreut. „Der Bedarf nimmt jedes Jahr zu.“ Derzeit hoffen die Mitglieder auf die Einrichtung eines stationären Hospizes

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