Burgwald

Ehrenmedaille der Gemeinde für Lorenz Payer

- Burgwald. Der langjährige Vorsitzende Lorenz Payer ist während der Jahreshauptversammlung der Partnerschaftsvereinigung mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Burgwald ausgezeichnet worden.

Die Ehrenmedaille ist die höchste Auszeichnung, die von der Gemeinde Burgwald verliehen wird. Für die Auszeichnung ist ein Beschluss der Gemeindevertretung erforderlich. Erstmals wurde die Ehrenmedaille im Oktober 2006 vergeben: an den damaligen Bürgermeister von Perbál, Kalman Kemenczei. Am Mittwochabend schloss sich der Kreis. Bürgermeister Lothar Koch verlieh die Ehrenmedaille an Lorenz Payer, der seit 1997 Vorsitzender der Partnerschaftsvereinigung war. „Während Ihrer Zeit als Vorsitzender der Partnerschaftsvereinigung kam es zu zahlreichen Begegnungen und Besuchen zwischen Burgwaldern und Perbálern, sowohl von Erwachsenen, als auch von Kindern und Jugendlichen. Jedes Treffen hat zur Stärkung der Beziehungen der Gemeinschaften beigetragen“, sagte Koch zu Payer. Als aus der Heimat Perbál Vertriebener habe Payer der Zusammenhalt sowie die Festigung der Gemeinsamkeiten der Bevölkerungsgruppen, der Einwohnern und Vereine, aber auch der politischen Gemeinden stets am Herzen gelegen. Schneider ist Stellvertreter Koch verwies auf die Partnerschaftsurkunde vom 26. Juli 1997, in der auf Bestreben von Lorenz Payer formuliert wurde, dass es das Bestreben sei, „eine echte Freundschaft zwischen den Kommunen herzustellen und damit zugleich auch einen Beitrag zum dauerhaften, friedlichen Zusammenleben des deutschen und des ungarischen Volkes zu leisten.“ Koch dankte Payer für seinen Einsatz: „Die Gemeinde und die Partnerschaftsvereinigung können sich glücklich schätzen, Menschen mit ihrem Engagement in ihren Reihen zu wissen.“ Das ehrenamtliche Engagement geht über die Arbeit in der Partnerschaftsvereinigung hinaus: Er war von 1974 bis 1985 Mitglied im Ortsbeirat von Ernsthausen und von 1985 bis 1993 Mitglied der Gemeindevertretung. Payer hatte für eine weitere Legislaturperiode als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung gestanden. Zu seinem Nachfolger wählten die 30 Mitglieder am Mittwochabend im Gasthaus „Zum Burgwald“ Adam Daume aus Bottendorf. Sein Stellvertreter ist Siegfried Schneider aus Ernsthausen, der bereits als Erster Beigeordneter unter Bürgermeister Daume gearbeitet hat. Daume dankte Payer für seine 14-jährige Vorstandsarbeit. Ihm sei es zu verdanken, dass die Partnerschaft mit Perbál gedeihlich gewachsen sei. Payer, der ebenso wie Daume Ehrenbürger von Perbál ist, habe viel zur Völkerverständigung beigetragen. Aus diesem Grund ernannte der Vorsitzende seinen Vorgänger auch zum Ehrenvorsitzenden der Partnerschaftsvereinigung. Für zwölfjährige Vorstandsarbeit wurde Manfred Hirt zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Schüler kommen Samstag Die Aufgabe des Kassierers übt weiterhin Wolfgang Schilling aus. Kassenprüfer Walter Engel hatte ihm zuvor eine hervorragend Arbeit bescheinigt. Stellvertretender Kassierer ist Gerhard Batteux, die Aufgabe der Kassenprüfer übernehmen Karl Böhle und Walter Engel. Schriftführer der Partnerschaftsvereinigung ist Werner Freynik, der von Gerhard Seip vertreten wird. Jugendvertreter der Partnerschaftsvereinigung ist Bernhard Seitz. Bürgermeister Koch äußerte seine Vorfreude auf den bevorstehenden Schüleraustausch. Am Samstag werden Mädchen und Jungen aus der ungarischen Partnergemeinde in Burgwald erwartet. Sie besuchen ab Montag die Burgwaldschule. Koch führte einen Film vor, in dem Perbáler Schüler in ihrer Heimat und ihrer Schule zu sehen sind und die Besonderheiten in deutscher Sprache präsentieren. Payer ergänzte, dass bereits vier Deutschlehrer in Perbál unterrichten. Dies zeige, dass „die Partnerschaft lebt“. Zuvor hatte der neue Ehrenvorsitzende auf seine 14-jährige Vorstandsarbeit zurückgeblickt und etliche Meilensteine genannt: unter anderem den Burgwalder Grenzgang 2007, in dessen Rahmen das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert wurde. „Sehr wichtig für die Partnerschaft sind die schon zur Tradition gewordenen Begegnungen der Jugendfußballer. Seit 1998 reisen Teams nach Bottendorf, um am dortigen Turnier teilzunehmen“, sagte Payer. Von großer Bedeutung seien auch die Spendenaktionen gewesen. Etwa zehn Tonnen Textilien, Schuhe, Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle seien zusammengekommen.

Kommentare