Jahreshauptversammlung der Frankenberger Volkshochschule

Ehrung für verdiente Kursleiterinnen der VHS

Vorsitzender Manfred Guhl (links) und Geschäftsstellenleiter Harald Schulz (rechts) ehrten Traudel Klötzer, Silke Watzlawik und Martha Watzlawik (von links) für ihre langjährige Mitarbeit in der Frankenberger Volkshochschule.Foto: Andrea Pauly

Frankenberg / Bromskirchen - Seit 50 Jahren besteht die Außenstelle der Frankenberger Volkshochschule in Bromskirchen. Dieses Jubiläum und die Ehrung langjähriger Kursleiterinnen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung.

Der Vorsitzende der Frankenberger Volkshochschule Manfred Guhl und Geschäftsstellenleiter Harald Schulz bedankten sich am Donnerstagabend mit einem Blumenstrauß und einem Präsent bei zwei verdienten Kursleiterinnen. Nach 33 Jahren hat Gisela Glatzl aus Frankenberg ihre Tätigkeit für die Volkshochschule beendet. Sie bot zunächst das Mutter-Kind-Turnen in Frankenberg an, „das praktisch immer ausgebucht war“, erinnerte Guhl. Ab 1993 leitete sie Psychomotorik-Fortbildungen für Erzieherinnen, die ebenfalls jahrelang immer wieder gut besucht waren. Ihren letzten Kurs bot Gisela Glatzl im November vergangenen Jahres an.

Ebenfalls mehr als 30 Jahre war Traudel Klötzer für die VHS tätig. Sie startete mit Makramee- und Sisaltechniken für Erwachsene und Salzteigarbeiten für Kinder. „Mit den beliebten Mutter-Kind-Kursen versorgte das ganze Umfeld von Frankenberg“, sagte Guhl und erinnerte an ihren kleinen Bus, den sie voller Materialen für Spiel- und Bewegungsangebote brauchte. In den vergangenen zehn Jahren bot Klötzer ihre Kurse in Burgwald in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde an. Auch sie beendete ihre Arbeit für die VHS im November.

Blumen gab es ebenfalls für die Kursleiterinnen Silke und Martha Watzlawik. Sie zeichnen verantwortlich für die seit 50 Jahren bestehende Außenstelle der VHS in Bromskirchen. Dieses Jubiläum war der Grund, warum die Jahreshauptversammlung im Landgasthof Steuber in Neuludwigsdorf stattfand.

Manfred Guhl erinnerte an Anna-Maria Kremer, die 1962 erste Außenstellenleiterin in Bromskirchen wurde und bis 1984 im Amt blieb. Sie holte Martha Watzlawik ins Boot, die später das Ehrenamt von ihr übernahm. Sie begeisterte wiederum ihren Ehemann Franz und Tochter Silke und für die VHS-Arbeit. Und so dankte Guhl auch der gesamten Familie Watzlawik für die geleistete Arbeit.

Silke Watzlawik blicke auf die Entwicklung der Außenstelle zurück und verwies auf die Vielzahl der Kurse, die dort angeboten wurden: Von Französisch-Sprachkursen über Kochkurse, die in der Hallenberger Schule abgehalten wurden, von Nähen über Kalligraphie bis hin zu Computerseminaren, für die Anfangs die Rechner noch nach Bromskirchen gebracht werden mussten. Es gab eine Clownschule für Kinder, nach der sie die Turnhalle komplett von Kreide befreien musste, und eine sehr emotionale Diskussion über Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Ihr Vater Franz war der erste Nordic-Walking-Trainer im Kreis und bot entsprechende Kurse an. Besonders erfolgreich waren diverse Gymnastikkurse, die speziell auf Senioren und Frauen ausgerichtet waren.

Im Lauf der Jahre haben nach Watzlawiks Angaben 3300 Männer und Frauen an den Bewegungsangeboten teilgenommen, weitere 2300 an den anderen Kursen. „Ich glaube, unser Erfolgsgeheimnis ist die Kombination aus Kompetenz, Fachwissen, das wir immer wieder durch Fortbildungen erweitern, und die Nähe zu den Menschen“, sagte Silke Watzlawik.

Ihre Mutter brach eine Lanze für das Plattsprechen. Ein Mundart-Sprechkreis wird in Bromskirchen gerade wieder ins Leben gerufen. Sie erzählte eine Geschichte auf Platt, deren Moral die Erkenntnis war, dass Altes manchmal mühseliger erscheinen mag, dafür aber verlässlich und vertraut ist. „Beide Sprachen müssen bestehen, keine kann verloren gehen“, zog sie ihr Fazit, für das sie anerkennenden Applaus erntete.

Von Andrea Pauly

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