Kartoffelfest in Frankenau

Für eigenes Gemüse im Garten schuften

Die Klasse 4a der Frankenauer Kellerwaldschule bei der Kartoffelernte: Ausgestattet mit Hacken, Spaten und Gabeln machten sich die Kinder daran, die Erdäpfel an das Tageslicht zu befördern.Foto: Jonas Bremmer

Frankenau - Beim Kartoffelfest an der Kellerwaldschule gab es viele verschiedene Gerichte aus frisch geernteten Erdäpfeln.

Kurz vor Beginn der Herbstferien gab es nochmal einiges zu tun in Frankenau. Die Klasse 4a der Kellerwaldschule erntete die Kartoffeln im Schulgarten. Die 16 Kinder haben sich im vergangenen Jahr um den Garten gekümmert und gestern endlich die lang ersehnte Ernte eingefahren. Nebenbei machten die Kinder den Garten auch winterfest - denn dass es morgens schon ganz schön kalt werden kann, merken sie inzwischen auf jedem Weg zur Schule. Dazu mussten die Kinder das gesamte Feld umgraben.

Mit Spaten, Hacken und Gabeln beförderten sie die Erdäpfel an die Oberfläche. „Das war nicht so anstrengend wie die Schule heute“, verriet Maximilan Sauer. Die Kinder legten am Donnerstagmorgen nämlich auch ihre Radfahrprüfung ab - so manches stolze lächeln lag auf den jungen Gesichtern.

Die Kellerwaldschule trägt seit 2009 offiziell den Titel „Umweltschule“. „In diesem Zusammenhang kommen solche Projekte zustande“, sagte Heidi Hartmann, die Klassenlehrerin der 4a. „Im nächsten Jahr soll es wieder ein ähnliches Projekt geben. Dann ist das Schuljahr auch länger und die Kinder können vor den Sommerferien schon etwas ernten“, erklärte Hartmann.

Nicht nur Kartoffeln wurden in dem Garten gezüchtet, sondern auch Bohnen und Salat. „Tomaten,Z wiebeln und Pfefferminze haben wir auch in unserem Garten gehabt“, verriet Carlos Brandau. „Aber bevor wir das alles pflanzen konnten, mussten wir erst einmal Unkraut jäten“, ergänzte Wadim Kappel aus seiner Erinnerung an die ersten tage im Garten. Bei all der ganzen Arbeit das Jahr über „hat das Ernten heute am meisten Spaß gemacht“, sagte Mika Engel.

Auch ihre Lehrerin war von ihren Schülern begeistert. „Sie haben das ganze Projekt gut angenommen und auch eifrig mitgearbeitet. Gerade auf dem Land ist es wichtig, dass die Kinder etwas erfahren über Dinge wie Gartenbau“, betonte Heidi Hartmann. Außerdem hat so eine Kartoffelernte ja auch einen schönen Nebeneffekt: Nach der Ernte wurde gegrillt, die Kartoffeln wurden sofort verarbeitet.

Es gab Kartoffelspalten, Folienkartoffeln und Pellkartoffeln. Die Gerichte hatten sich die Kinder im Vorfeld selbst aussuchen dürfen. Für Pellkartoffeln darf eine Zutat jedoch auf keinen Fall fehlen - die Butter. Die stellten die Kinder dann auch gleich selbst her. Wie das geht, haben sie erst in der vergangenen Woche während ihrer Klassenfahrt gelernt. Da waren sie nämlich unter anderem im Milchmuseum in Usseln. Obwohl den Kindern der gestrige Tag viel Spaß bereitet hat, freuen sich die meisten jetzt erst einmal auf die Herbstferien.

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