Ein eigenes Lied für Horsel: Laisaer verabschiedeten sich von ihrem Bürgermeister

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Ein Fest in Bildern: Die Schwestern Alina (links) und Luisa Schäfer zeigen die neue Foto-Collage vom Rückersfest, die im Dorfgemeinschaftshaus aufgehängt werden soll. Etwa 200 Laisaer und Gäste feierten am Heimatmuseum eine Nachfeier des Laisaer Traditionsfestes. Fotos:  zpd

Laisa. Eigentlich feierten die Laisaer kürzlich den Nachrückers - eine Helfer-, Dankes- und Erinnerungsfeier des Rückersfestes 2013. Sie nutzten die Gelegenheit aber auch, um sich von ihrem Bürgermeister zu verabschieden.

„Nach der Verabschiedung in Dodenau hast Du Dir wahrscheinlich schon denken können, dass Du auch heute Abend in Laisa nicht ganz ungeschoren davon kommst“, sagte Ortsvorsteher Jörg Paulus, als er Bürgermeister Heinfried Horsel an seine Seite bat.

Paulus bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Horsel und dem Ortsbeirat in all den Jahren als „vertrauensvoll, fair und unkompliziert“ und dankte dem „Bald-Alt-Bürgermeister“ im Namen des Dorfes und der Vereine. Da Horsel bei seiner offiziellen Verabschiedung am Donnerstag in Battenberg noch genug Reden hören werde, beließ es der Ortsvorsteher bei wenigen Dankesworten.

Stattdessen sangen nun die rund 200 Besucher am Heimatmuseum gemeinsam ein Dankes- und Abschiedslied für den Bürgermeister: „Du bist uns stets willkommen, Laisa wünscht Dir nun viel Glück. Denk oft an die schönen Jahre und schau mit Freude zurück“, hieß es am Ende des siebenstrophigen Liedes, das Jörg Paulus auf die Melodie von „Hoch auf dem gelben Wagen“ gedichtet hatte.

„Ich bin tief gerührt, mir fehlen die Worte“, sagte Heinfried Horsel nach dem Lied, das er sich mit seiner Frau Inge sichtlich bewegt angehört hatte. Er werde auch nach seiner Zeit als Bürgermeister immer gerne nach Laisa kommen. Der gebürtige Mühlhäuser Horsel erinnerte daran, dass der damalige Ortsvorsteher Günther Belz der Erste gewesen sei, mit dem er vor mehr als 18 Jahren wegen seiner möglichen Kandidatur für das Bürgermeisteramt telefoniert hatte. „Er hat mich am Telefon gleich gefragt, ob ich das Waldecker Lied singen kann“, berichtete Horsel.

Als Geschenk der Laisaer erhielt das Ehepaar Horsel ein Foto, das beide in der Laisaer Tracht beim vergangenen Rückersfest zeigt. Noch mehr Fotos von dem Fest hatte Jörg Paulus zu einer großen Fotocollage zusammengestellt; sie soll als Erinnerung „an ein herausragendes Fest“ im Dorfgemeinschaftshaus aufgehängt werden.

Mit der Nachfeier 15 Monate nach dem Rückers wolle sich der Festausschuss nochmals bei allen bedanken, die in besonderer Weise zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Deshalb waren auch die Nachbarorte und ihre Vereine eingeladen, die den Nachbarschaftsabend im Vorfeld des Festes mitgestaltet hatten.

Der MGV Laisa - unter anderem mit einem Lied über die Höhepunkte des Rückersfestes - und die Kindertanzgruppe des Heimatvereins unterhielten die Gäste der Nachfeier, die - so Ortsvorsteher Paulus - „bei gefühlten 50 Grad mehr“ stattfand als das Rückersfest an den eiskalten Ostertagen 2013. (zpd)

Quelle: HNA

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