Claus Junghenn äußert sich zu Horsel-Kritik

"Eigentlich verstehen wir uns ja ganz gut"

Allendorf (Eder) - Mit einem „offenen Brief“ hat der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn auf Kritik seines Battenberger Kollegen Heinfried Horsel reagiert. Junghenn hatte bei der Eröffnung des Battenfelder Kreisels dem Mittelzentrumspartner vorgeworfen, den Bau des Aldi-Markts verzögert zu haben. Dem hatte Horsel widersprochen - Battenberg sei lediglich dagegen gewesen, zusätzliche Flächen für Lebensmittelmärkte auszuweisen

Allendorf habe ursprünglich den Markt auf der Nachbarfläche geplant, um die Kreiselanbindung besser realisieren zu können, schreibt Junghenn. Gerade dafür sei aber die Zustimmung Battenbergs notwendig gewesen, die nicht erfolgte. „Die Auflage hätten wir nur in einem Bauleitplanverfahren umsetzen können, was weiteren Zeitverlust bedeutet hätte“, schreibt Junghenn.

Eine aus seiner Sicht „kleine Bitte“ sei von Battenberg nicht erfüllt worden. „Für uns bedeutete dies Alternativplanungen, die nun realisiert wurden. Eine etwas andere Anordnung der Gebäude hätte es mit eurem ‚Ja‘ gegeben und es wäre in Planung und Umsetzung auch etwas einfacher gewesen“, schreibt Claus Junghenn. „Mehr hatten wir gar nicht verlangt, und ihr hättet euch mit einem ‚Ja‘ keinen abgebrochen.“

„Natürlich“ habe Battenberg auch nur im Interesse des Lebensmitteleinzelhandels der Stadt entschieden „und natürlich kann die positive Entwicklung des Einkaufszentrums Battenfeld nicht im primären Interesse der Stadt Battenberg liegen, obwohl einmal vereinbart wurde, dass im Einkaufszentrum der Schwerpunkt des großflächigen Einzelhandels des Mittelzentrums liegen soll“, erklärte der Allendorfer Bürgermeister in dem Brief, der mit „Liebe Grüße, Claus“ unterzeichnet ist.

Der Bürgermeister lakonisch: „Deshalb waren wir enttäuscht und haben euch nicht zur Einweihung eingeladen und ich habe über euch geschimpft.“ Er habe den offenen Brief an die Zeitung gegeben, „damit die Leute auch wissen, dass wir uns nicht böse sind, schon gar nicht in der friedvollen Vorweihnachtszeit“. Denn: „Eigentlich verstehen wir uns im Mittelzentrum ja ganz gut.“ (da)

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