Bottendorfer Musikzug nimmt Zuhörer mit auf eine Reise durch die 20-jährige Konzertgeschichte

"Ein Aushängeschild der Blasmusik"

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Über zwei Stunden nahmen die Akteure des Musikzuges ihre Gäste mit auf eine Reise durch 20 Jahre Konzertgeschichte. Von Rock und Pop über Marsch- und klassische Blasmusik war alles dabei.Fotos: Treude

Burgwald-Bottendorf. - Vor 20 Jahren traten die Mitglieder des Bottendorfer Musikzuges zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Beim Frühlingsfest am Samstagabend spielten die Musiker nun das beste aus zwei Jahrzehnten - und begeisterten damit das Publikum

Schon der Einmarsch der Musiker ins Bottendorfer Dorfgemeinschaftshaus gab die Richtung für den Abend vor: Zu „Conquest of Paradise“, bekannt als Einlaufmusik von Henry Maske, betraten die Männer und Frauen die in blaues Licht der Scheinwerfer gehüllte Bühne. Es sollte für die Musiker und Gäste ein besonderer Auftritt werden. Vor 20 Jahren spielte der Musikzug Bottendorf erstmals unter diesem Namen. „Wir haben uns in dieser Zeit eine große Palette an musikalischer Literatur erarbeitet, davon sind einige Werke zu schön, um sie nur einmal präsentieren zu können“, kündigte der Vorsitzende Tristan Mitschke zu Beginn an.

Und so hatten die Musiker ein Best-of vorbereitet, das die große Vielfalt des Repertoires widerspiegelte. Den Auftakt machte Josef Bachs „Viribus Unitis“, was für „Mit vereinten Kräften“ steht. Ein Motto, das auch zum Musikzug passe, fanden Juliana Stumpe und Jacqueline Becker, die gemeinsam durch den Abend führten. Schon die nächsten beiden Stücke - Werke aus dem Film „Der König der Löwen“ und der „Kyffhäuser Turnermarsch“ - machten deutlich, dass die Musiker ihr Handwerk verstehen. Ob Rock, Pop oder Marschmusik - souverän wechselten die Akteure auf der Bühne zwischen den Genres. Und sie hatten auch die ein oder andere Überraschung parat. Zu den Klängen von Anselmo Loretans „Carthargo“ traten die Bauchtänzerinnen der Gruppe „Die Wüstenrosen“ auf.

Klatschend und singend ging es für die rund 300 Gäste mit dem „Böhmischen Traum“ in die Pause. Bereits zur Hälfte der Vorstellung war Reinhard Tent, Bezirksvorsitzender Nord des Hessischen Musikverbandes, angetan von dem Auftritt. „Hier spiegelt sich der Superverein musikalisch wider“, spielte er auf den Wettbwerb von WLZ-FZ an, bei dem der Bottendorfer Musikzug als Sieger aus der Vorrunde hervorging. „Das ist ein Aushängeschild der hessischen Blasmusik“, lobte Tent. Und auch der zweite Teil des Abends sollte nicht minder spektakulär werden. Dafür sorgte vor allem ein Mann. Nach Stücken wie „Wir Musikanten“, „Music“ oder „Moment for Morricone“ - mit Musik aus den Filmen „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Zwei glorreiche Halunken“, hatte Pascal Blaschke seinen Auftritt. Er lieferte mit seinem furiosen Xylofon-Solo bei „Erinnerung an Zirkus Renz“ den Höhepunkt des Abends. Wie er rasant mit den Schlägeln über die Klangstäbe flog, beeindruckte das Publikum - und so löste er die ersten Zugaberufe des Abends aus. Die folgten auch kurze Zeit später - diesmal gerichtet an das gesamte Ensemble, das mit drei Zusatzstücken einen gelungenen Auftritt abrundete. (tt)

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