Alessandro Maida tanzt den "Gangnam-Style"

„Ein Ohrwurm für die Augen“

Battenberg - Der "Gangnam-Style" geht um die Welt - und am Freitag tanzt ihn Alessandro Maida aus Battenberg mit dem südkoreanischen Rapper "Psy" vor 10000 Musikfans in der Show "The Dome".

Der ungewöhnliche Tanz des Rappers Park Jae-sang, besser bekannt als „Psy“, ist um die Welt gegangen: Auf dem Internet-Videoportal youtube ist der „Gangnam-Style“ das meist gesehene Video, überall in der Welt tanzen Musikfans in Psys Stil – natürlich auch Alessandro Maida.

Der 24-jährige Battenberger ist seit fünf Jahren begeisterter Tänzer und hat daraus einen Beruf gemacht: In Frankenberg leitet er Kurse. Mit einem Video hat er sich bei einer Agentur beworben, die Background-Tänzer für den Auftritt Psys bei „The Dome“ suchten – und vor wenigen Tagen die Zusage bekommen. Am morgigen Freitag wird die Musikshow vor 10000 Fans in Bremen aufgezeichnet und am Sonntag, 9. Dezember, um 17 Uhr bei RTL2 gesendet.

Neu ist die Bühnenluft nicht für Alessandro Maida. Er tanzte schon für die Band Madcon, für „DSDS“-Star Annemarie Eilfeld und für Detlef D! Soost, bei dem er auch einen Tanzkurs absolviert hat. Im Kinofilm „Homies“ von Jimmy Blue Ochsenknecht war er ebenfalls in einer Tanzszene zu sehen. Mit Formationen hat er auch bei Meisterschaften in ganz Deutschland teilgenommen.

Als Tanzkursleiter lehrt er Stile wie Hiphop, House oder Breakdance-Elemente. Seine Schüler sind eher in jugendlichem Alter, die älteste Teilnehmerin ist 31 Jahre alt. „Einige machen es aus Spaß, andere wollen auch in die Fernseh-Szene kommen“, erklärt Alessandro Maida. Er hat sich mit dem professionellen Tanzen einen Lebenstraum erfüllt – bis zum 18. Lebensjahr war er begeisterter Fußballer beim FC Ederbergland, dann entdeckte er den Tanz für sich, bei einem Tanzkurs in Wetter. „Dabei kann ich meine Gefühle und mein Inneres preisgeben“, sagt er. „Wenn ich tanze, bin ich in meiner Welt.“ Sein Ziel ist, aus dem Tanzkurs im Fitnesstudio „Body & Style“ in Frankenberg einmal eine Tanzschule zu machen.

Der „Gangnam-Style“ ist für Maida kein Problem. „Es sind vereinfachte Basisschritte, die miteinander kombiniert werden“, sagt er. „Es ist eher wie ein Flashmob, das könnte jeder Tanzen. Es ist wie ein Ohrwurm für die Augen.“ Bei „The Dome“ tanzt er den „Gangnam Style“ mit 14 anderen ausgewählten Tänzern aus ganz Deutschland.

Aufgeregt ist er bis jetzt noch nicht, Routine sei es aber auch nicht. „Aber auch wenn ich das schon ein paar mal gemacht habe, lässt mich das natürlich nicht kalt, vor 10000 Menschen zu tanzen“, sagt der Battenberger. „Zur Routine geworden ist das noch nicht.“

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