Verein für dörfliche Kultur Rengershausen organisierte Dorfjubiläum – Jetzt ist Schluss

Es war eine aufregende Zeit

Vorstand und Teamchefs: (von links) Wolfgang Dauber, Oliver Kessler, Silke Müller, Björn Jäger, Marion Backhaus, Uli Platt, Christel Knecht, Karl Dornseif und Horst Knecht . Foto: Moniac

Rengershausen. Die Zielsetzung ist erreicht, das Projekt 900-Jahr-Feier wurde erfolgreich abgeschlossen: Fünf Jahre nach seiner Gründung traf sich der Rengershäuser Verein für dörfliche Kultur zu seiner letzten Jahreshauptversammlung, um seine eigene Auflösung zu beschließen.

„Es war eine aufregende Zeit“, resümierte Vorsitzender Horst Knecht alle Pläne und deren Organisation und nicht zuletzt die festlichen Höhepunkte des Jubiläumsjahrs. Jetzt aber sei alles geregelt, und der Verein befinde sich in der Phase der Auflösung.

Knecht berichtete noch über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Dazu gehörte zum Beispiel eine Feierstunde mit den frisch eingeschulten Erstklässlern, die jeweils eine Dorfchronik geschenkt bekamen. Ein weiterer Tätigkeitsbereich war das Anbringen von Adventsschmuck vor dem Haus des Gastes, was der Vorsitzende auch für weitere markante Orte in Rengershausen anregte.

Nach dem Kassenbericht und der einstimmigen Entlastung des gesamten Vorstands wurde übereinstimmend beschlossen, das restliche Vereinsvermögen gemeinnützigen Zwecken innerhalb Rengershausens zukommen zu lassen.

Nun hätte eigentlich die Auflösung des Vereins erfolgen sollen. Dies war jedoch nicht möglich, da laut Satzung zwei Drittel der 117 Mitglieder, also 79 Personen, ihre Stimme hätten abgeben müssen. So viele Personen wohnten der Versammlung nicht bei, woraufhin der Beschluss auf den 8. Mai vertagt wurde. Bei der dann stattfindenden Sitzung sind die Teilnehmer unabhängig von ihrer Zahl in jedem Falle beschlussfähig.

Horst Knecht, der mit seinen Vorstandskollegen noch bis zum Ende des Jahres für die notwendigen Aufgaben zur Verfügung steht, zog in seinem Schlusswort eine kurze Bilanz der Vereinstätigkeiten.

Dorf ist zusammengerückt

„Unsere Arbeit hat das Dorf näher zusammenrücken lassen“, sagte er. Er sei sicher, dass das große Jubiläum allen in guter Erinnerung bleiben werde. Überdies gebe es ja weiterhin das Festlogo, das unter anderem für Heimat, Erholung, Urlaub und Natur pur stehe und als Werbeträger nachhaltig wirken solle.

Auch im Jahr 2010 werden die Vereinsmitglieder an Festen und Jubiläen anderer Orte teilnehmen, um den Zusammenhalt ihres Dorfes zu dokumentieren. Vor dem gemütlichen Ausklang erfolgte noch der Appell, den Verkehrs- und den Heimatverein zu unterstützen, der einen Teil der Aufgaben des Kulturvereins übernehmen wird.

„Es ist durchaus lohnenswert, einige Projekte weiter zu verfolgen“, erklärte Knecht.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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