Frankenberg: Konzert der Musikschule

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

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Frankenberg - Ein imposanter Anblick bot sich am Samstag in der Kulturhalle, als mehr als 130 Schüler gemeinsam ein Konzert gestalteten. Das bunte Programm erheiterte und erstaunte die Zuhörer.

Die Frankenberger Musikschule betreut seit dem Jahr 2003 die Instrumentalausbildung an den Schulen mit dem Schwerpunkt Musik. Dazu gehören die Orchesterklassen der Edertalschule, die Bläserklassen der Ortenbergschule und im Rahmen des sogenannten JEKI-Projektes - „jedem Kind ein Instrument“ - die Regenbogenschule sowie deren Streicherklasse. Auch die Weiterführung des Instrumentalunterrichts in den anschließenden Jahrgangsstufen findet weitgehend durch die Lehrer der Musikschule statt.

Die Erfolge dieser Zusammenarbeit wurden am Samstag während des Konzerts in der Kulturhalle der Edertalschule eindrucksvoll bewiesen: Das Jugendorchester der Edertalschule unter der Leitung von Gertrud Will begrüßte die Zuhörer in der gut besuchten Kulturhalle. Die Stücke „Capriccio Espagnol“ und der „Chor der Landleute“ ging den Schülern leicht von der Hand. Da die Bläserklassen fünf und sechs der Ortenbergschule krankheits- und zeitbedingt etwas zusammengeschrumpft waren, spielten sie - geleitet von Eva-Maria Scholze, Leiterin der Musikschule - kurzerhand gemeinsam eine Auswahl ihrer Stücke und boten trotz dieser Kleinstbesetzung einen klaren und rhythmisch starken Klang.

Die JEKI-Kinder der Regenbogenschule und das Streichensemble der Musikschule hatten Ausschnitte des Singspiels „Der Rattenfänger von Hameln“ parat. Maria Dippel spielte als „Rattenfängerin“ gekonnt auf der Querflöte, während Streicherinnen den kleinen Chor begleiteten. Die Kinder hatten sichtlich Spaß bei ihrer Darbietung.

Die Abiturientin Theresa Born brachte das Allegro aus der g-Moll-Sonate von Bach zu Gehör. Konzentriert und virtuos spielte sie ihre Querflöte und wurde dabei von ihren Mitschülerinnen Charlotte Mengel mit dem Cello und Anni Himmelmann am Klavier begleitet.

Die Orchesterklasse fünf der Edertalschule besteht überwiegend aus Streichern. Mit ihrem Leiter Matthias Müller am Klavier spielten sie drei Stücke und bildeten dabei eine gelungene Einheit: Die Kinder sangen und musizierten und beeindruckten die Zuhörer mit den Ergebnissen ihres ersten Ausbildungsjahres. Zusammen mit ihrer Vorgängerklasse, die von Gertrud Will geleitet wird, musizierten sie schließlich „We shall overcome“ und überzeugten dabei mit einem warmen und voluminösen Gesamtklang. Dass die Orchesterklasse sechs bereits zwei Ausbildungsjahre absolviert hat, zeigte sich an ihrem Repertoire: Clarkes „Trumpet Voluntary“ klang kraft- und ausdrucksvoll, und das Stück „Rock Hound“ hatten die Kinder gleich doppelt auf Lager: Zunächst in der Version „für die ältere Generation“, wie Will es ausdrückte, dann noch einmal im doppelten Tempo.

Das Blasorchester der Ortenbergschule wurde nicht nur von Miriam Meyer geleitet, sondern auch von ihr am Schlagzeug unterstützt. Den „Mambo Nr. 5“ von Lou Bega spielte das Orchester ebenso souverän wie das James-Bond-Thema. Es zeigte sich, auf was für ein erfreuliches Bläserklassen-Fundament das Blasorchester bauen kann.

Zum „großen Finale“ kamen alle Akteure auf die Bühne und spielten „Let’s begin“. Das knapp neunzigminütige Konzert war ein erfreulicher Beweis für eine gut funktionierende Kooperation der Schulen, die Zuhörer spendeten dafür lang anhaltenden Beifall.

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