Frankenberger wegen Körperverletzung und Unfallflucht zu Geldstrafe verurteilt

Eine Trunkenheitsfahrt mit Folgen

Frankenberg - Nachdem er unter Alkoholeinfluss einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte, bei dem ein Motorradfahrer sehr schwer verletzt wurde, ergriff ein Frankenberger die Flucht. Dafür muss er nun eine Strafe in Höhe von 3600 Euro zahlen.

Der Unfallverursacher stand am Montag wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort vor dem Amtsgericht. Der 35-Jährige aus einem Frankenberger Stadtteil war am Pfingstmontag mittags unter starkem Alkoholeinfluss Auto gefahren und hatte einen Zusammenstoß mit einem Motorrad verursacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte er nach Angaben eines Gerichtsmediziners zwischen 2,43 und 2,96 Promille Alkohol im Blut.

Nach dem Zusammenstoß ließ der 35-Jährige den verletzten Motorradfahrer auf der Straße liegen und verließ den Unfallort zu Fuß. Grund dafür sei gewesen, dass der Fahrer seinem Sohn, der ebenfalls im Auto gesessen hatte, den Anblick ersparen wollte, sagte sein Rechtsanwalt.

Der Frankenberger war jedoch dabei beobachtet worden. Als ihn kurze Zeit später Polizeibeamte aufsuchten, räumte er ein, den Unfall verursacht zu haben. Vor Gericht machte er zunächst keine Angaben, wiederholte sein Geständnis aber später und entschuldigte sich auch beim Geschädigten. Der Motorradfahrer hatte bei dem Unfall verschiedene Brüche, abgerissene Bänder, verletzte Arterien und eine Einblutung im Gehirn erlitten und lag mehr als drei Wochen im künstlichen Koma. Unter den Folgen leidet er noch immer. An seiner Yamaha entstand Totalschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Richterin Andrea Hülshorst verurteilte den Unfallverursacher zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro. Außerdem muss er weitere zwölf Monate warten, bevor er versuchen darf, seinen Führerschein wieder zu erlangen. Eine medizinisch-psychologische Untersuchung steht ihm aufgrund der Alkoholmenge ohnehin bevor.

Auch wenn der Frankenberger seinem Sohn den Anblick habe ersparen wollen, hätte er Hilfe holen können, betonte Andrea Hülshorst: „Ein Anruf wäre immer möglich gewesen“. (apa)

Kommentare