Freikirchen spenden Weihnachtsmarkt-Erlös

Für einen Schulranzen voller Bildung

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Mehrere Generationen trafen sich im evangelischen Gemeindehaus an der Bottendorfer Straße, um den Initiatoren des Schulranzen-Projektes „Helfen macht Schule“ Geld- und Sachspenden zu übergeben.

Frankenberg - Die drei freien evangelischen Gemeinden in Frankenberg haben den Erlös ihres Cafés beim Weihnachtsmarkt in der Rathausschirn an die Schulranzenaktion "Helfen macht Schule" gespendet.

Bedürftige Kinder in Lettland wurden im vergangenen Jahr mit 93 abgelegten Schulranzen aus dem Frankenberger Land versorgt - von Mitarbeitern der Evangelischen Gemeinschaft zuvor gereinigt und frisch befüllt. Die Initiatoren Tina Paulus aus Röddenau und Siegfried Schimanski aus Frankenberg nahmen vergangene Woche im Gemeindehaus in der Bottendorfer Straße eine Spende von 1050 Euro entgegen, die helfen soll, in diesem Jahr erneut viele Ranzen mit Schreib-, Hygiene- und Spielsachen für Kinder auszustatten.

Suppe und Kekse für Bildung

Während des Weihnachtsmarktes sei dieses Geld in der Rathausschirn mit einem Café erwirtschaftet worden, berichtete Armin Schneider, der die Spende überreichte. Mitglieder der evangelischen Gemeinschaften aus der Ruhrstraße, der Friedrichstraße und der Bottendorfer Straße hatten sich dazu zusammengeschlossen, Kuchen und Plätzchen gebacken sowie eine Suppe gekocht, die während der Markttage verkauft wurde. Einige Frauen boten zudem selbstgefertigte Handarbeiten, darunter 50 Paar gestrickte Socken, an.

„Bereits jetzt stehen wieder 30 ausgediente Schulranzen im Keller, die meistens von Grundschulkindern vor ihrem Übergang in die weiterführende Schule abgegeben worden sind“, berichtete Siegfried Schimanski. „Und die müssen mit hochwertigem, neuem Inhalt gefüllt werden.“ Die Initiative benötige etwa 30 Euro pro Ranzen: „Deshalb ist uns diese Spende eine große Hilfe.“ Ranzenspenden würden jederzeit entgegengenommen, auch wenn die meisten wohl erst in den Sommerferien kämen, erklärte Katharina Paulus.

Träger der Schulranzen-Aktion „Helfen macht Schule“ ist das in Gießen ansässige Hilfswerk „Global Aid Network“, das als Partner von „Campus für Christus“ seit 1990 humanitäre Hilfe leistet. In Ländern, in denen das Geld zuerst für Nahrungsmittel ausgegeben wird, bleibt oft für die Schulausstattung der Kinder nichts übrig - dort sollen mit dieser Sachspende Bildungschancen von Kindern gefördert werden.

Chor sang „Freudenklänge“

„Wir sind allen Helfern und Spendern, die uns beim Weihnachtsmarkt in der Rathausschirn mit Sachspenden und Arbeitskraft unterstützt haben, sehr dankbar“, sagte Ulrich Huhn aus Viermünden bei der Spendenübergabe. Zwei Tage lang habe auch der Chor der freien evangelischen Gemeinden während der Marktzeiten mit seinem Programm „Freudenklänge“ das musikalische Rahmenprogramm des Weihnachtsmarktes bereichert.

Wer gut erhaltene Schulranzen übrig hat, kann sie im Gemeindezentrum in der Ruhrstraße 23 in Frankenberg abgeben, aber auch bei Tina Paulus in Röddenau, Elseberg 5, Telefon 06451/8576 und Siegfried Schimanski in Frankenberg, Schrähling 17, Telefon 06451/4822. Auf Wunsch werden Ranzen auch abgeholt. Auch Geldspenden sind willkommen. (vk)

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