40 Jahre Singkreis

Bei einer Erdbeertorte fing alles an

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Der Gemündener Singkreis musiziert seit 40 Jahren unter der Leitung von Tosca von der Ahé. Das haben die 42 Sänger mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche gefeiert.Fotos: Katharina Stenner

Gemünden - Stehende Ovationen für die Chorleiterin Tosca von der Ahé und ein Blick auf die Geschichte des Singkreises sind neben den musikalischen Darbietungen Höhepunkte des sonntäglichen Festgottesdienstes in der evangelischen Kirche gewesen.

Kurz vor dem Gottesdienst zu Ehren des Singkreises probten die Sänger noch in der Kirche und empfingen die Besucher mit ihrem Gesang. Den Festgottesdienst eröffnete dann der Gemündener Posaunenchor unter der Leitung von Till Schiefer mit dem schottischen Stück „Highland Cathedral“. Schließlich begrüßte Pfarrerin Christina Jung die Gemeinde zu diesem Freudentag und sprach dem Singkreis ihren Dank für die stete Bereicherung des Kirchenalltages aus.

Die Pfarrerin dankte vor allem Tosca von der Ahé, die seit 40 Jahren den Chor leitet und auch die „Lebensmelodien der Mitglieder vereint, die mal in Dur, mal in Moll und auch manchmal dissonant erklingen“.

Konsonant klangen dann die Vorträge der Sänger während des Gottesdienstes. Sie stellten mit „Erde singe, dass es klinge“ oder „Herr, großer Gott“ ihr Können unter Beweis.

In seiner Predigt ging Pfarrer Haberkorn auf einzelne Stationen ein, die die 40-jährige Geschichte des Singkreises geprägt haben. Angefangen habe alles mit einem Gespräch bei Erdbeertorte zwischen ihm und Tosca von der Ahé. Damals seien sie sich einig gewesen, dass die Gemeinde einen Kirchenchor brauche, nur diese traditionelle Benennung wollten sie in einer Zeit des Umschwungs und der Reformen nicht beibehalten. So entstand der Singkreis, der seit 1973 viele freudige Ereignisse, wie Konfirmationen oder Hochzeiten mit seiner Musik bereicherte, aber auch in Momenten des Abschieds die Gemeinde begleitete.

Laufen, Laben, Lieben, Lachen, Lernen - die fünf Grundsätze aus Bill Mockridges Buch „Je oller, je doller“, erörterte Eckhart Haberkorn im Hinblick auf die Musik und deren Beitrag zum Lob Gottes. Besonders das Lachen und Lernen brachte er mit dem Singkreis und dessen Leiterin in Verbindung: „Lachen gehört bei Tosca zur seelischen Hygiene. Eine Chorprobe mit ihr am Montagabend versorgt uns mit Fröhlichkeit für die ganze Woche.“ In 40 Jahren wurden mehr als 300 Chorsätze gelernt, einige davon sicherlich auch wieder vergessen.

von Katharina Stenner

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