Altstadtfest in Hatzfeld

"Einfach toll, was hier los ist"

+
Der Chor der Möllenbachschule unter der Leitung von Martina Berendes begrüßte die Besucher im Regen.Fotos: Mark Adel

Hatzfeld - Mehr als 2000 Besucher sind am Samstag in Hatzfeld gezählt worden. Sie erlebten ein buntes Programm in den engen Gassen der Altstadt.

Es war nicht immer leicht für die Hatzfelder in den vergangenen Jahren. Die Kommune steht unter dem Schutzschirm des Landes, muss strenge Vorgaben befolgen und darf kein Geld ausgeben - auch nicht, wenn sie Geburtstag hat. Seit 675 Jahren hat - mit einer kleinen Unterbrechung - Hatzfeld die Stadtrechte inne.

Mit großem Engagement und mitreißender Begeisterung hat das Festkomitee auf den Höhepunkt des Jubiläumsjahres hingearbeitet: das Altstadtfest mit stehendem Festzug. Die engen Gassen waren am Samstag mit Leben gefüllt, an mehr als 70 Ständen gab es ein umfangreiches Angebot und bunte Unterhaltung.

„Das hat alles übertroffen, unsere Erwartungen sind mehr als erfüllt worden“, sagt Verena Schneider vom Festkomitee. Mehr als 2000 Menschen haben das Altstadtfest nach ihren Schätzungen besucht.

Und das, obwohl die Zeichen alles andere als gut waren: Zur Eröffnung am Vormittag sangen Grundschulkinder und Chorgemeinschaft im strömenden Regen. Bürgermeister Dirk Junker begrüßte die Gäste dennoch im Poloshirt - und die ließen sich ebenso wie er nicht die Laune verderben.

Als es zur Mittagszeit trockener wurde, nahm auch der Besucherstrom nochmals deutlich zu. Stets Betrieb herrschte unterhalb des Rathauses, wo auf dem Aktionsplatz den ganzen Tag über verschiedene Gruppen auftraten: Es gab Musik, Tanz und Gymnastik. „Einfach toll, was hier los ist“, freuten sich auch die Anwohner der Altstadt am Fuße der Burgruine.

Die Burg war ausschlaggebend für die Gründung der Stadt, und deshalb stand auch die Stadtgeschichte immer wieder im Mittelpunkt, etwa im Burgstübchen. Viele Vereine aus Hatzfeld und den Nachbardörfern nahmen am Festzug teil. Viele Mitwirkende und Besucher kamen aus dem angrenzenden Wittgensteiner Land.

Trotz der Landesgrenze pflegt Hatzfeld dorthin traditionell enge Kontakte. Als der Festzug am späten Nachmittag endete, sammelten sich die Besucher auf dem Parkplatz des Rathauses. Auch der erneut einsetzende Regen konnte ihrer Feierlaune nichts anhaben, gefeiert wurde bis spät in die Nacht.

Die wohl weiteste Anreise hatten Gäste aus der Partnerstadt Cloyes sur le Loir in Frankreich. Simone Cousin und Ehemann Roger waren zum Stadtfest angereist. Simone Cousin kam auch stellvertretend für den Bürgermeister von Cloyes, Philippe Vigier. Sie richtete Grußworte aus.

Am Platz Cloyes erhielten die Gäste T-Shirts der Festgemeinschaft, die die Vorsitzende der Hatzfelder Partnerschaftsvereinigung, Diemut Pfleging, überreichte. Besonders begrüßte Dirk Junker außerdem mehrere Flüchtlinge, die im Stadtgebiet leben und zum Stadtfest eingeladen worden waren. (da)

9117567

Kommentare