Haina

Einführungsgottesdienst für neuen Pfarrer Dr. Jörg Mosig

- Haina (gf). Rund 300 Menschen kamen am Sonntag in die Winterkirch,e um den festlichen Einführungsgottesdienst des neuen Pfarrers Dr. Jörg Mosig mitzuerleben. Dekanin Ute Zöllner verpflichtete ihn in einem feierlichen Zeremoniell in sein neues Aufgabengebiet.

„Heute führen wir Sie in Ihr Amt als Pfarrer in der hiesigen Gemeinde ein“, sagte sie. „Das ist ein bewegender Tag für uns alle, für Sie als Pfarrer, aber auch noch einmal für die Gemeindeglieder, die aus ihrem bisherigen Wirkungskreis in diesen Gottesdienst gekommen sind.“ Die Kirchenvorstände aus Haina, Dodenhausen und Löhlbach erhoben sich geschlossen und sprachen Dr. Mosig ihre Mithilfe aus – sie hatten sich kürzlich zum Gesamtverband „Hohes Lohr im Kellerwald“ zusammenschlossen.

„Auch wenn Sie erst seit knapp eineinhalb Wochen hier in unserer Gemeinde leben, so haben wir doch gleich nach unserer Entscheidung für Sie, einen regelmäßigen Kontakt mit ihnen gepflegt und konnten uns schon etwas näher kennen lernen“, erklärte Wilfried Frank vom Hainaer Kirchenvorstand. „Bisher stimmt die Chemie – und wir sind gespannt auf das, was wir und die Gemeinde mit Ihnen erleben dürfen.“

Dr. Mosig freute sich sichtlich über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Der 41-Jährige sagte, dass er sich in Haina sehr wohl fühle. Für ihn sei die Klosterkirche die schönste Kirche Hessens – scherzhaft entschuldigte er sich bei seinen Kollegen für sein klares Urteil.

Neben den Ansprachen hatte der Einführungsgottesdienst auch musikalisch einiges zu bieten. So spielte der Dodenhäuser Posaunenchor ein kraftvolles Eingangslied, der Hainaer Kirchenchor unterhielt mit zwei geistigen Stücken, und die Gitarrengruppe sang: „Gott läd uns ein zu seinem Fest“.

Spontanen Applaus gab es schließlich noch für den Hainaer Kinderchor. Die Kleinen schwenkten Regenbogentücher und sangen mit spürbarer Begeisterung: „Mit vielen bunten Farben will ich dir was sagen.“ Auch ein Stück aus der Lieblingsoper des neuen Pfarrers wurde vorgetragen: Die Altistin Martina Sutter aus Bad Arolsen sang mit ihrer tiefen, kraftvollen Stimme eine Arie aus der Oper „Jupiter und Semele“ von Georg Philipp Telemann und wurde dabei von der Organistin Renate Sälzer begleitet.

Nach dem Gottesdienst hatte der Kirchenvorstand und der neue Pfarrer die Gemeinde und zahlreichen Gäste zu einer Feier im Kapitelsaal eingeladen. Eine kleine Gruppe war sogar aus England angereist, wo der Pfarrer einige Jahre studiert hat.

Insgesamt 21 Torten hatten die Hainaer Frauen gebacken. Dazu gab es sieben Kuchenbleche und 14 kalte Platten. Rund 200 Gäste stärkten sich an dem Büfett, das im Kreuzgang des einstigen Klosters aufgebaut war. Es folgten Ansprachen mit weiteren Glückwünschen, und es gab Geschenke. Bürgermeister Rudolf Backhaus hieß den Neuankömmling herzlich willkommen und wünschte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit. Vom Helmighäuser Kirchenvorstandgratulierte der Vorsitzende Barth. Er sagte: „Pfarrer Mosig hat mit viel Engagement und Kreativität frischen Wind in unserer Kirche gebracht. Mit seinem Leitspruch ,zur Glaubensfreude gehöre auch die Lebensfreude' wird er auch die Menschen hier in Haina anstecken.“ Die vorigen fünf Jahre hatte Pfarrer Mosig in Nordwaldeck gewirkt.

Die im Verbund mit Dr. Mosig arbeitenden Pfarrer Eva Brinke-Kriebel und vorerst noch Peter Kittel gratulierten mit einem Präsentkorb, den sie mit allerhand nützlichen Dingen für den Neustart gespickt hatten. Neben weiteren Gastrednern gratulierte die Klinik Vitos, vertreten durch den Leiter der Heilpädagogischen Einrichtung, Werner Thielemann.

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