Kaufpreis nicht bekannt

Einkaufszentrum "Frankenberger Tor" an Immobilienfonds verkauft

Unter neuer Führung: Das Einkaufszentrum „Frankenberger Tor“. Foto:  Paulus

Frankenberg. Das Frankenberger Tor hat einen neuen Eigentümer: Der niederländische Investor Ten Brinke hat das Einkaufszentrum in der Röddenauer Straße an die „TIAA Henderson Real Estate" verkauft, eine Kapitalverwaltungsgesellschaft, die Immobilienfonds verwaltet.

In solche Fonds - in diesem Fall den „Core German Retail Fund“ - investieren Anleger ihr Geld. Eine Mitarbeiterin der Gesellschaft mit Sitz in Hamburg bestätigte die Übernahme des Frankenberger Tors auf HNA-Nachfrage, weitere Informationen seien aber erst am Montag beim zuständigen Mitarbeiter zu bekommen. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. Nach HNA-Informationen hat die Bilfinger Real Estate GmbH in Aschaffenburg vor einigen Tagen bereits die Verwaltung des Einkaufszentrums übernommen.

Ten Brinke hatte das Frankenberger Tor für 25 Mio. Euro gebaut, Spatenstich war im Oktober 2013, Einweihung am 2. März 2015. Flächenmäßig größter Mieter ist der Herkules-Lebensmittelmarkt, der bekannteste ist die Modekette H&M.

„Mit H&M ließ sich das Objekt natürlich besser verkaufen“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, für den der Verkauf keine Überraschung war: Erst bauen, dann verkaufen - „das ist das Geschäftsmodell von Ten Brinke als Bauunternehmer und Projektentwickler“, sagt Heß.

Für die Mieter im Frankenberger Tor, die Kunden und den Einzelhandel in der Stadt habe der Verkauf keine Auswirkungen, so Heß. „Kauf bricht nicht Miete“, zitierte Hans-Richard Schneeweiß, Geschäftsführer des Edeka-Hessenrings (Herkules), einen juristischen Grundsatz. Die Mietverhältnisse blieben bestehen, die Mieten seien ja die Grundlage des Käufers, das Objekt überhaupt zu übernehmen. „Unser Mietvertrag ist dadurch nicht beeinträchtigt“, sagte Schneeweiß. Das dürfte auch für alle anderen Mieter gelten.

Quelle: HNA

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