Hatzfelder Verein für Burg- und Heimatgeschichte besteht seit 25 Jahren

Im Einsatz für eine Ruine

+
Viele Vereinsvorstände folgten der Einladung des Vereins für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld zum gemütlichen Umtrunk auf der Burg. Der Verein wurde vor 25 Jahren ins Leben gerufen.

Hatzfeld - Seit 25 Jahren engagieren sich Männer und Frauen unter anderem für den Erhalt der Ruinen der Burg Hatzfeld. Nun wurde das Jubiläum gefeiert.

In diesem Jahr blicken die Mitglieder des Vereins für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld auf das 25-jährige Vereinsbestehen zurück. Sichtbares Zeichen des Wirkens der Männer und Frauen ist die Ruine der Burg Hatzfeld. In ungezählten Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben Mitglieder die Überreste der Burg, die bis in die 1980er- Jahre von Gestrüpp überwuchert waren, aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Wenngleich vom Stammsitz des Geschlechts derer von Hatzfeld, der bereits seit dem 16. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben war, nicht viel übrig geblieben ist, so bekommen Besucher nun einen Eindruck von der Größe der Anlage.

Im Zuge der Ausgrabungen und Sanierungsarbeiten konnte auch mit einem in Hatzfeld verbreiteten „populären Irrtum“ aufgeräumt werden. Was den Hatzfeldern immer als schauerliches Verlies galt, erwies sich als eine Zisterne, die der Wasserversorgung diente. Gesichert durch ein Gitter kann nun ein Blick etwa zehn Meter in die Tiefe geworfen werden. Mauerreste wurden zudem freigelegt, befestigt und zum Schutz vor weiterem Verfall mit einer Dachabdeckung versehen.

Heute ist der Hatzfelder Burgberg eine Sehenswürdigkeit, die immer wieder historisch interessierte Wandergruppen anlockt, auf dem auch gelegentlich Veranstaltungen stattfinden - wie der inzwischen zur Tradition gewordene Abendgottesdienst im Sommer. Kleinere Burgfeste, Aktivitäten der Kindertagesstätte und selbst Trauungen haben auf der Burgruine in den vergangenen Jahren stattgefunden.

Die Gemeinschaft in der Großgemeinde fördern

Die Mitglieder waren sich schnell einig, dass es in diesem Jahr kein großes Fest wie zum zehnjährigen Bestehen 1999 geben sollte. Stattdessen entschieden sie sich, im kleineren Kreise zu feiern. Einladungen zu einem gemütlichen Umtrunk am vergangenen Samstag auf der Burg gingen an den Magistrat der Stadt, den Ortsbeirat, an die Vorstände aller 42 Vereine sowie an die Projektgruppen „Zukunftssicherung Hatzfeld“.

Der Vorsitzende des Burgvereins, Harald Groß, freute sich über die große Resonanz und erklärte den Gästen, Ziel dieser Zusammenkunft sei es auch, die Gemeinschaft in der Großgemeinde zu fördern. Vielleicht, so seine Vorstellung, könnten künftig jährliche Treffen der Vereinsvorstände zum Gedankenaustausch und zur Ideenfindung an unterschiedlichen Orten stattfinden. Aktuell seien Vorschläge für die 2015 anstehenden Feierlichkeiten zur 675-Jahr-Feier der Stadt Hatzfeld willkommen.

Ortsvorsteher Ulrich Schreiner bedankte sich für die Einladung und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich viele Vereine an den Vorbereitungen für das Stadtjubiläum beteiligen werden. Dass gemeinsam viel zu erreichen sei, habe auch der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gezeigt, bei dem Hatzfeld einen respektablen vierten Platz belegt habe.

Die Anwesenheit vieler Vereinsvorstände wurde genutzt, um auf in Kürze anstehende Veranstaltungen hinzuweisen. Richard Klos lud die Gäste zum Gottesdienst am Ehrenmal auf dem Prachtsattel am Samstag, 30. August ein, wo des 100. Jahrestags des Kriegsbeginns 1914 mahnend gedacht werden soll. Harald Groß wies die Gäste auf das am 20. und 21. September stattfindende Oldtimertreffen der Hatzfelder „Schrauber“ hin. Für die Projektgruppe Kultur im Rahmen der „Zukunftssicherung Hatzfeld“ warb Angelika Schmitt für die am 27. und 28. September im Bürgerhaus stattfindende Ausstellung „Gück mol do! Hatzfeld Kreativ“.(kie)

Kommentare