Einsatzkräfte wurden beschimpft – Gutachten entlastet Feuerwehr

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Einsatz in der Brandnacht: Von der Drehleiter aus sowie aus zahlreichen C-Rohren rund um das Haus bekämpften Feuerwehrleute die Flammen in Viermünden.

Viermünden. Der Schaden ist noch größer als zunächst geschätzt, dafür gibt es Entlastung für alle Beteiligten: Das ist Ergebnis der gutachterlichen und polizeilichen Ermittlungen nach dem Dachstuhlbrand in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag in Viermünden.

Inzwischen beziffert die Kriminalpolizei die Schadenshöhe auf 450.000 bis 500.000 Euro.

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Ermittelt haben die Gutachter, dass nach einem Kaminbrand am Nachmittag „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ brennende Rußteile durch die zum Lüften geöffneten Fenster in die Wohnräume gelangten. Und weiter: „Dort blieben sie unbemerkt in einem Holzkasten unter dem Fenster liegen und entwickelten sich hier zu dem tragischen Brand.“

Damit ist klar, dass nach den bisherigen Erkenntnissen weder den Hauseigentümern noch der Feuerwehr oder dem eingeschalteten Schornsteinfegermeister irgendein Fehlverhalten vorzuwerfen ist.

Der Frankenberger Stadtbrandinspektor Martin Trost hat schlimme Tage hinter sich. „Teilweise sind Feuerwehrleute auf das Übelste beschimpft worden – ohne jeden Beweis. Das ist vielen meiner Kameraden an die Nieren gegangen“, berichtete der Stadtbrandinspektor der HNA.

Martin Trost betonte noch einmal, dass nach dem gegen 15 Uhr am Nachmittag gemeldeten Kaminbrand „immer wieder mit der Wärmebildkamera kontrolliert“ worden sei. Heiße Stellen habe die Feuerwehr geöffnet und abgelöscht. Auch der angeforderte Schornsteinfeger habe immer wieder nachgeschaut.

„Erst als über Stunden nichts mehr festzustellen war, sind die letzten, zur Brandwache eingeteilten Kräfte nach 20 Uhr abgezogen worden.“

Das Fazit von Stadtbrandinspektor Martin Trost: „Ich bin der Meinung, dass wir uns absolut nichts vorzuwerfen haben.“ (off)

Quelle: HNA

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