Frankenberg

Elektromobilität: Startschuss für erste Strom-Tankstelle

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- Frankenberg (jos). In der Auestraße, gleich neben dem Haupteingang zur Firma FingerHaus, hat der Geschäftsführer der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF), Karl-Heinz Schleiter, am Samstag die erste von bald drei Frankenberger Strom-Tankstellen freigegeben.

Noch kann man die Autos, die per Stromantrieb durch Frankenberg fahren, an einer Hand abzählen. Ob und falls ja wann sich die Elektro-Mobilität durchsetzen wird – dazu gehen die Meinungen von Experten auseinander. Bei der EGF indessen wagt man einen ersten Schritt und investiert in Strom-Tankstellen. Für jeweils rund 8000 Euro lässt der Frankenberger Stromversorger insgesamt drei „Zapfsäulen“ errichten. Bei FingerHaus ist am Samstag der Startschuss für das Projekt gefallen, die nächste Strom-Tankstelle soll vermutlich noch in dieser Woche bei der Frankenberger Bank aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Die Kosten für diese beiden Tankstellen übernehmen die Bank und der Fertighaushersteller, die dritte Ladestation für Elektroautos bezahlt die EGF. Sie soll auf dem Frankenberger Obermarkt neben dem Haupteingang zur Stadtverwaltung entstehen.

Anfangs wird der Strom, der aus den Tankstellen in die Elektroautos fließt, von der EGF kostenlos zur Verfügung gestellt. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt einmal mehr Elektroautos durch Frankenberg fahren, wird der Strom abgerechnet. Ein entsprechendes Bezahlsystem sei bereits hinterlegt, so Schleiter. Die Tankstellen müssen mit einer Kundenkarte, die die EGF ausstellt, freigeschaltet werden. Per Funk nehmen die „Zapfsäulen“ Kontakt mit einem Server bei der EGF auf, wo die Daten über den ausgelieferten Strom erfasst werden. Der besondere Charme der Tankstelle bei FingerHaus: Der Strom ist CO2-frei – denn er wird durch großflächige Photovoltaik­-
anlagen auf den Dächern der Werkshallen erzeugt.

Mehr über Elektro-Mobilität in Frankenberg lesen Sie in der FZ-Montagsausgabe.

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