Burgwald

Eltern fordern Pavillon-Lösung

+

- Haina (Kloster) / Gemünden (rou). Die Änderung der Schulbezirke Gemünden und Haina schlägt weiter hohe Wellen. Im Vorfeld der Kreistagssitzung am Montag kritisieren Vertreter des Fördervereins und des Gesamtelternbeirates der Hainaer Schule die Planung des Landkreises als Schulträger.

Auf Initiative von FWG und SPD hat sich der Schulausschuss des Kreises mit breiter Mehrheit für eine zeitliche Befristung der Änderung der Schulbezirksgrenzen ausgesprochen (wir berichteten am Dienstag). Lediglich im Zeitraum vom 1. August 2012 bis zum 31. Juli 2013 sollen die Kinder aus den Bunstruth- und Walddörfern die Gemündener Schule besuchen. Die Kinder aus Haina, Altenhaina und Löhlbach sollen in die Hainaer Schule gehen. Ab dem Schuljahr 2013/2014 könnten wieder alle Kinder aus der Großgemeinde in Haina unterrichtet werden. Hintergrund ist der fehlende Platz. Um in Haina zwei Klassen oder 50 Kinder beschulen zu können, wäre ein Anbau erforderlich. Nach Angaben des Kreises würde eine solche Pavillon-Lösung 350 000 Euro kosten.

Nach Meinung von Thomas Barth vom Förderverein sowie von Frank Lichtel vom Gesamtelternbeirat der Hainaer Schule sind die Planungen von Friedhelm Pfuhl, dem Leiter des Fachdienstes Schulen beim Kreis, aber fehlerhaft. „Es gibt schon für das Schuljahr 2012/2013 insgesamt 29 verbindliche Anmeldungen“, sagt er und verweist auf entsprechende Auskünfte von Schulleiterin Sabine Königsbüscher. Die zulässige Obergrenze ist jedoch mit 25 Schülern definiert. „Schon jetzt sind es also vier Schüler mehr für Haina als zulässig sind.“ Insofern wäre die seit langem geforderte Pavillon-Lösung die einzig richtige Entscheidung, erläutert Barth. Diese Zahlen seien auch dem Landkreis als Schulträger bekannt, unterstelltder Fördervereinsvorsitzende. „Offensichtlich wird spekuliert, dass es doch weniger Kinder werden.“ Er befürchtet, dass im „schlimmsten Fall gelost wird, welches Kind nach Haina und welches Kind doch nach Gemünden gehen muss. Aber so kann die Politik nicht mit uns umgehen“.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 27. Mai

Kommentare