Raumnot Grundschule – Problem soll nicht zulasten der Kinder ausgetragen werden

Eltern fordern Pavillonbau

Haina-Kloster. Vertreter der Hainaer Eltern fordern den Landkreis auf, sich in der Sitzung am kommenden Dienstag doch für eine Erweiterung der Grundschule Haina auszusprechen. Andere Lösungen, um den vorrübergehenden Raummangel an der Schule zu überbrücken, würden die Kinder belasten.

Das sagten Thomas Bahr, Vorsitzender des Fördervereins der Schule, und Elternbeiratsvorsitzender Frank Lichtel der HNA. Das dem Kreistag vorgeschlagene Vorgehen, Kinder aus den Hainaer Bunstruth-Dörfern im Sommer 2013 in Gemünden einzuschulen, halten die Eltern nicht nur für ungünstig, sondern es löse auch nicht das gesamte Probleme.

Denn schon zur Einschulung 2012 gebe es Raumprobleme: Es seien 29 Kinder angemeldet und könnten sogar noch mehr werden. Die Klassengröße dürfe aber 25 Kinder nicht überschreiten.

Es sei keine Lösung, „auf Zeit zu spielen und darauf zu bauen, dass die Zahl der Kinder noch auf 25 sinkt“, kritisiert Thomas Bahr. „Was, wenn es tatsächlich mehr als 25 Kinder sind? Welche Kinder sollen dann kurzfristig an eine andere Schule ausweichen? Und auf welche? Gemünden oder doch Frankenau?“ Das frage er sich.

In einem Gespräch mit Landrat Dr. Reinhard Kubat habe dieser dem Elternbeiratsvorsitzenden Lichtel in Aussicht gestellt, dass die Errichtung eines Pavillons neben der Schule eventuell doch in Frage komme, wenn es deutlich mehr als 25 Schüler geben werde. Doch zunächst solle noch ein weiteres Gespräch stattfinden, so informiert Lichtel die HNA.

„Der Bau eines Pavillons ist die beste Lösung“, sagt Bahr. Wenn in ein paar Jahren die Schülerzahl wieder sinkt, könne er für Computerangebote oder als Betreuungsraum genutzt werden. „Das Geld wäre auf keinen Fall rausgeschmissen“, meint Bahr.

Besonders schwierig sei derzeit die Sitution für die Kinder aus den Walddörfern Battenhausen, Dodenhausen, Haddenberg und Hüttenrode. Im Sommer 2011 sollten erstmals Kinder aus diesen Orten in Haina eingeschult werden. Ein Schnuppertag ist ebenso erfolgt wie ein Elternabend. Die Material-Liste haben die Familien schon.

Doch nach den jüngsten Entwicklungen sollen die Kinder der Walddörfer nun weiterhin in Gemünden eingeschult werden, um den Raumbedarf abzufedern. Diese Lösung sei vom Landkreis vorgeschlagen worden, doch die Eltern hätten noch keinen Bescheid. „Wer informiert sie?“, fragen Bahr und Lichtel.

Sie weisen darauf hin, dass viel Unmut unter den Eltern in der Gemeinde herrsche, weil das Problem der Raumnot auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werde.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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