Frohnhausen

Eltern fürchten um Kindergarten

- Battenberg-Frohnhausen (da).Noch Informationsbedarf sehen die Battenberger Parlamentausschüsse zum Vorschlag, den eingruppigen Kindergarten in Frohnhausen im Jahr 2011 zu schließen.

Der Kindergarten in Frohnhausen soll geschlossen werden, die Tagesstätte in Laisa erweitert – so sieht es der Vorschlag von Bürgermeister Heinfried Horsel vor, den der Magistrat einstimmig befürwortet. Am Donnerstag stellte er das Konzept den drei Parlamentsausschüssen und mehr als 20 Zuschauern, überwiegend Frohnhäusern, vor.

Die Kindergärten in Laisa und Frohnhausen sind beide eingruppig und damit im Vergleich zu den größeren Einrichtungen in Dodenau und Battenberg deutlich teurer zu betreiben. Zudem fürchtet Horsel weiter zurückgehende Kinderzahlen. 1999 wurden 59 Kinder im Stadtgebiet geboren, 2008 waren es 41 – und bis zum 10. August 2009 erblickten erst 15 künftige Kindergartenbesucher das Licht der Welt.

Einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz hatten 1998 insgesamt 231 Kinder, dieses Jahr sind es 189, und für 2011 erwartet Horsel noch 162 Anmeldungen. „Die Prognosen, zum Beispiel von der Bertelsmann-Stiftung, sind zwar positiv, wir werden aber von der Realität eingeholt“, erläuterte er. „Der Trend führt nach unten.“

Die Stadt biete ausreichend Kindergartenplätze an – auch für Kleinkinder. Schon jetzt erfüllt Battenberg die ab 2013 geltende Vorgabe, nach der für 35 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze bereitstehen müssen. Soll es keinen Neubau geben und würden alle Kindergärten erhalten bleiben, müssten nach Horsels Vorstellung die Kinder aus den Dörfern dem jeweiligen Kindergarten fest zugeordnet werden, Berghöfer Kinder müssten demnach die Einrichtung in Frohnhausen besuchen. Auswärtige Kinder könnten nur bei freien Kapazitäten betreut werden und Integrationen seien in Frohnhausen und Laisa nur bei freien Plätzen möglich.

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