Zwischen Laisa und Holzhausen

Enduro schleudert in Motorradgruppe: Zwei Schwerverletzte

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Der Fahrer dieser Enduro verlor in einer Kurve die Kontrolle und schleuderte in eine entgegenkommende Motorradgruppe. Zwei Biker wurden schwer, ein weiterer leicht verletzt. 

Laisa/Holzhausen. Ein Fahranfänger (17) ist am Freitagvormittag zwischen Laisa und Holzhausen mit seiner Enduro in eine entgegenkommende Motorradgruppe geschleudert. 

Er selbst und ein 53-Jähriger wurde schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Zwei weitere Biker überstanden die Kollision leicht beziehungsweise unverletzt.

Eine etwa zehnköpfige Gruppe von Motorradfahrern aus dem Raum Wuppertal war am Vormittag in Dodenau zu einer Ausfahrt in der Region gestartet. Über Reddighausen und Holzhausen waren die Biker gegen 10.45 Uhr auf der Fahrt in Richtung Bundesstraße 253. 

Im Waldstück zwischen Holzhausen und Laisa kam der Gruppe ein 17-jähriger Endurofahrer aus Niederasphe im Kreis Marburg-Biedenkopf entgegen. Laut Polizei verlor der Jugendliche in einer Rechtskurve der L 3090 durch nicht angepasstes Tempo auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein stollenbereiftes 125er Leichtkraftrad.

Das Geländemotorrad geriet auf die Gegenspur und touchierte zunächst einen Fahrer, der stürzte, dabei aber unverletzt blieb. Dann rammte die Enduro einen 55 Jahre alten Fahrer, der stürzte und sich leicht an der Schulter verletzte, aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Anschließend kollidierte der 17-Jährige mit voller Wucht mit dem nachfolgenden 53-jährigen Biker. Er und der Jugendliche erlitten schwere Kopfverletzungen sowie mehrere Knochenbrüche und Prellungen. Der 53-Jährige wurde nach notärztlicher Erstversorgung mit dem Rettungswagen ins Kreiskrankenhaus nach Frankenberg eingeliefert. Für den Teenager forderten die Einsatzkräfte über die Leitstelle einen Rettungshubschrauber an.

Die Besatzung der mittelhessischen Maschine Christoph Gießen übernahm den Einsatz, der Pilot landete auf einer Wiese am Waldrand. Die Luftretter flogen den jungen Mann in die Marburger Uniklinik. Lebensgefahr besteht Polizeiangaben zufolge offenbar nicht.

An der Unfallstelle waren neben Rettungskräften und Polizisten auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Laisa im Einsatz, die ausgelaufene Betriebsstoffe beseitigten und Trümmerteile einsammelten. Die Strecke blieb wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten längere Zeit voll gesperrt. Die Schadenshöhe summiert sich den Angaben zufolge auf 14.000 Euro. (www.112-magazin.de)

Quelle: HNA

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