Verabschiedung von Alfred Gschweng

Engagement und Lust auf Schule

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Im Atrium der Burgwaldschule bereiteten Kollegen und Wegbegleiter dem Realschullehrer Alfred Gschweng (rechts) einen herzlichen Abschied in den Ruhestand. Schulleiter Helmut Klein überreichte ihm die Urkunde.

Franeknberg - Alfred Gschweng hat 35 Jahre lang die Burgwaldschule mitgeprägt. Seine Kollegen haben den Realschullehrer in den Ruhestand verabschiedet.

„Lust auf Schule, großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber den uns anvertrauten Schülern, Engagement im Schulalltag, viele Talente und nachhaltige fachliche Impulse“, hob Rektor Helmut Klein hervor, als er in der Burgwaldschule zusammen mit Kollegium, Wegbegleitern und Familie den Realschullehrer Alfred Gschweng (Frankenberg) in den Ruhestand verabschiedete. Mit großer Herzlichkeit und viel Humor hielten die einzelnen Fachschaften mit dem scheidenden Kollegen Rückblick auf 35 Jahre Wirken an der Frankenberger Realschule.

Neben seiner Leidenschaft für Musik habe Alfred Gschweng vor allem im Fach Deutsch sein besonderes Fachwissen eingebracht, berichtete der Schulleiter. So habe er für die Burgwaldschule ein beachtenswertes Konzept zur Leseförderung entwickelt und durch regelmäßige Lesescreenings getestet. Von Schülern und Eltern sei er hoch geachtet gewesen. „Du hast Schüler immer ernst genommen, ihnen Verantwortung übertragen, die notwendige Distanz und Geduld gehabt“, sagte Klein. „Das werden dir viele Schülergenerationen nicht vergessen.“ Diese Wertschätzung kam auch in den zahlreichen Beiträgen des Abschiedsprogramms, das im Atrium der Burgwaldschule stattfand, zum Ausdruck. Für den Personalrat der Schule würdigte Carmen Weimer die kollegiale Zusammenarbeit mit Alfred Gschweng, und für den Kreisverband Frankenberg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lobte Sieglinde Peter-Möller seine konstruktive, kritische Begleitung der bildungspolitischen Arbeit über mehr als 30 Jahre. Auch der 93-jährige Ehrenvorsitzende des GEW-Kreisverbandes Frankenberg, Ludwig Mück, war aus der Schwalm zur Abschiedsfeier gekommen, ebenso der frühere Rektor Kurt Hönisch.

Musikalisch begleitet wurde das Programm von Michael Kaspar, Johanna Berendes und Jörg Bomhardt, der auch die Beiträge moderierte. Das originelle Schlusslied des Kollegiums, gedichtet von Helmut Schomann, ließ noch einmal besondere Momente des Berufslebens von Alfred Gschweng Revue passieren. Der Geehrte schloss in seinen Dank auch Selbstkritik ein, betonte vor allem aber, wie wohl er sich stets an der Burgwaldschule gefühlt habe.

Geboren in Gemünden

Alfred Gschweng stammt aus Gemünden, wo er am 30. August 1952 geboren wurde. Er besuchte dort die Grund- und Realschule besuchte, bevor er zur Edertalschule wechselte und 1971 das Abitur machte. Nach dem Studium der Fächer Deutsch und Sozialkunde, dem zweiten Staatsexamen an der Berliner Schule in Korbach 1976 und dem Einsatz an der Mittelpunktschule Gemünden kam er am 1. August 1980 an die Burgwaldschule. Von dort aus versah er auch mehrere Jahre lang einen Ausbildungsauftrag für das Fach Deutsch am Studienseminar 27 in Korbach. Alfred Gschweng ist seit 1973 verheiratet mit der Lehrerin Regina Gschweng, die ihn auch auf vielen Klassenfahrten begleitete. (vk)

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