Fünf Hainaer mit Landesehrenbrief ausgezeichnet

Engagiert für die Allgemeinheit

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Haina-Löhlbach - Karl Gaul, Wilhelm Helbig, Bernhard Keute, Heinz Brück und Konrad Hackel haben den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten. Sie wurden damit für ihr herausragendes Engagement zugunsten der Allgemeinheit.

In einer Feierstunde überreichten Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bürgermeister Rudolf Backhaus am Donnerstagabend die Ehrenurkunden und Nadeln an die fünf Bürger der Gemeinde. Den fünf Ehefrauen überreichte Kubat Blumensträuße. Kubat betonte, dass die fünf Männer ihr wertvollstes Gut „großzügig verschenken und in der Gemeinschaft teilen“: ihre Zeit. Ihr Einsatz werde in hohem Maße wertgeschätzt. Er lobte die Geehrten als Männer, die frei nach Kennedy gefragt hätten, was sie für ihre Gemeinde tun können.

Bürgermeister Rudolf Backhaus zeigte sich überzeugt davon, dass die Gesellschaft ohne Menschen wie die fünf Geehrten nicht funktionieren würde. „Wir können als Gemeinde nicht alles leisten, was auf der Wunschliste steht“, sagte er. „Wir sind sehr froh, dass sich die ehrenamtliche Arbeit so etabliert hat“. Willi Schäfer gratulierte den fünf Männern im Namen der Gemeindevertretung.

Karl Gaul aus Oberholzhausen erhielt den Landesehrenbrief für seine langjährige kommunalpolitische Tätigkeit. Er war von 1985 bis 2011 Mitglied im Ortsbeirat seines Heimatortes. Seit 1998 ist er Ortslandwirt, seit 1994 Vorsitzender der Waldinteressenten. Außerdem ist er von 1969 bis zum Erreichen der Altersgrenze in diesem Jahr aktives Mitglied der Einsatzabteilung der Feuerwehr gewesen.

Heinz Brück aus Löhlbach wurde für sein vielfältiges Engagement im Dorf gewürdigt. Brück war von 1993 bis 2006 Mitglied im Ortsbeirat, ab 1997 als Ortsvorsteher. Seit 1997 war er Mitglied der Gemeindevertretung und bis zu 2006 Vorsitzender des Bauausschusses. Seit 2011 ist er Mitglied des Gemeindevorstandes. Ebenfalls seit 1997 ist er Mitglied der Vertreterversammlung der Frankenberger Bank. Im VdK-Ortsverband ist er seit 2008 Vorsitzender, zudem als Mitglied im Beschwerdeausschuss des VdK-Kreisverbandes tätig. Er begründete den Heimat- und Kulturverein mit, dessen Vorsitzender er auch ist. Von 1988 bis 1995 war er stellvertretender Leiter der Gemeindekrankenpflegestation Löhlbach. Außerdem ist Heinz Brück Mitglied in zahlreichen heimischen Vereinen und engagiert sich für die Kirchengemeinde, unter anderem als Kirchenvorsteher. Seit 2011 ist er im Vorstand der Diakoniegesellschaft Waldeck-Frankenberg aktiv.

Bernhard Keute, ebenfalls aus Löhlbach, betreibt seit 1993 aktiv Kommunalpolitik in seiner Heimatgemeinde. Er ist seitdem Mitglied der Gemeindevertretung, seit 2001 Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. Außerdem war er ab 1993 acht Jahre lang im Ortsbeirat tätig. Seit 2004 gehört er dem Forensikbeirat der Vitos Haina an und ebensolange ist er im Vereine Freunde des Klosters Haina aktiv. Im Förderverein der Ense-Schule in Bad Wildungen ist er seit zwei Jahren zweiter Vorsitzender. Heinz Keute ist seit sieben Jahren Vorstandsmitglied des Gewerbevereins und Beisitzer im Vorstand des 2011 gegründeten Heimatvereins.

Konrad Hackel ist der dritte Löhlbacher, der mit einem Ehrenbrief ausgezeichnet wurde. Er war ab 1997 14 Jahre lang im Ortsbeirat aktiv, davon drei Jahre als stellvertretender oRtsvorsteher. Seit 1999 ist er Mitglied der Gemeindevertretung, seit zwölf Jahren Ortsgerichtsschöffe. Seit 29 Jahren ist Konrad Hackel Sportleiter im Löhlbacher Schützenverein, mehr als acht Jahre lang hatte er den Posten des stellvertretenden Kreissportleiters des Schützenkreises Bad Wildungen. Seit 2009 ist er Kreissportleiter. Von 1987 bis 2003 war er als Schriftführer im Vorstand des Hainaer Hegerings aktiv.

Wilhelm Helbig aus Haina fiel im Vergleich mit den anderen Geehrten ein wenig „aus dem Rahmen“, wie Landrat Kubat anmerkte. Denn bei Helbig steht nicht die Kommunalpolitik im Fokus seiner ehrenamtlichen Arbeit. Er machte sich besonders um den Verein „Freunde des Klosters Haina“ verdient, den er mit begründete. Seit 18 Jahren ist er der „Kopf“ des Vereins, sagte Kubat. Als Schatzmeister des Vereins verwaltet Wilhelm Helbig nicht nur die Beiträge von rund 200 Mitgliedern, sondern hatte auch die Verantwortung für Spenden in Höhe von etwa 150000 Euro, die der Verein für die Aktion „Stifterfenster“ gesammelt hatte. Seit 20 Jahren führt Helbig bis zu 50 Mal im Jahr Gruppen durch die Klosteranlage. Er war Mitorganisator des „Stamford‘schen Weges“ und des „Tischbeinweges“. Bei der Einrichtung des Tischbein-Museums war er ebenfalls beteiligt. Außerdem hat Helbig zwölf Jahre lang im Kirchenvorstand mitgearbeitet und ist bereits in der dritten Periode Mitglied im Forensikbeirat von Vitos Haina.

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