Frankenberg

Engelhardt: Früher war Politik leichter

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- Frankenberg (jos). „Für die nächsten fünf Jahre wünsche ich Ihnen viel Bestätigung durch die Bevölkerung und eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung“, rief Bürgermeister Christian Engelhardt den neu gewählten Ortsvorstehern bei einer Feierstunde im historischen Rathaus zu.

Was ist überhaupt die Aufgabe eines Ortsvorstehers? Antworten auf diese Frage gab Engelhardt in seiner Ansprache an die neuen und an die ausscheidenden Mandatsträger. „Sie sind ein Sprachrohr für unsere Bürger“, sagte der Rathauschef zu den Ortsvorstehern. Eine wichtige Beratungsfunktion hätten die Ortsvorsteher allerdings nicht nur für die Bürger in den Dörfern, sondern auch für den Bürgermeister in der Frankenberger Stadtverwaltung. „Ortsvorsteher haben oft ein besseres Gespür dafür, wie man mit den Menschen vor Ort sprechen muss“, sagte Engelhardt.

Wenn Bürger wiederum Wünsche an die Stadtverwaltung hätten, seien die Ortsvorsteher meistens die ersten Ansprechpartner. Früher hätten es die Ortsvorsteher da genauso wie alle Kommunalpolitiker besser gehabt – denn Wünsche aus der Bevölkerung seien oft sehr schnell erfüllt worden.

„Heute besteht Kommunalpolitik oft aus Nein-Sagen“, betonte Engelhardt. Beim Erhalt der städtischen Infrastruktur beispielsweise müsse in Zeiten leerer Kassen ortsteil- und auch stadtübergreifend gedacht werden. Die Folge: Nicht alles, was noch vor einigen Jahren selbstverständlich gewesen ist, könne in Zukunft erhalten bleiben. „Früher war Kommunalpolitik leichter“, lautete Engelhardts Resümee. – Dennoch machte der Bürgermeister den Ortsvorstehern Mut für ihre künftigen Aufgaben.

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