Erste Sitzung des Bromskirchener Wehrführerausschusses

Engere Zusammenarbeit der Wehren

Die Führungskräfte der beiden Wehren aus Bromskirchen und Somplar zeigten die neuen Einsatzwesten: (v.l ) der Somplarer Wehrführer Torsten Schutt, Gemeindejugendwart Patrick Kemmler, der designierte stellvertretende Wehrführer Bromskirchens, Manuel Helduser, Bürgermeister Karl-Friedrich Frese und Gemeindebrandinspektor Andreas Kautz.Foto: ied

Bromskirchen - In der konstituierenden Sitzung des Bromskirchener Wehrführerausschusses wurden Zukunftsfragen für den Brandschutz innerhalb der Gemeinde erörtert.

Für die Gemeindefeuerwehr gibt es einen vom Kreisbrandinspektor genehmigten Bedarfs- und Entwicklungsplan. Dieser muss nicht mehr nach fünf, sondern erst nach zehn Jahren fortgeschrieben werden. Damit bleiben der Gemeinde Bromskirchen für diese Aufgabe noch vier Jahre. In dieser Zeit werden zwei Fahrzeuge der Feuerwehr das Alter von 25 Jahren erreicht haben. Deshalb sollen im Bedarfsplan notwendige Ersatzbeschaffungen mit Landesförderung eingeplant werden.

Kooperation mit Allendorf

Die nun verbleibende Zeit wollen die Brandschützer nutzen, um ein zukunftsfähiges und modernes Fahrzeug- und Einsatzkonzept für die Gemeindefeuerwehr aufzustellen: So müssten nicht in Bromskirchen und in Somplar mehr oder weniger gleichartig strukturierte Löschfahrzeuge stehen. Vielmehr seien neue Konzepte gefragt - mit Fahrzeugen, die multifunktionell für die verschiedenartigsten Einsätze ausgestattet sind. Dazu sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese: „Ein solches Konzept erfordert die weitere Intensivierung der guten Zusammenarbeit zwischen den beiden Feuerwehren.“ Ähnlich verhalte es sich bei anderen über den Grundbedarf hinausgehenden Geräten. Im Grunde genommen könnten sich die beiden Feuerwehren auch auf verschiedene Sondereinsatzfälle spezialisieren, meinte Frese.

Doch geht es nicht nur um die Zusammenarbeit der Wehren innerhalb der Gemeinde, sondern auch darüber hinaus mit den Brandschützern aus Allendorf (Eder). „Es gilt zu prüfen, ob die Zusammenarbeit zwischen den beiden Wehren nicht eine solche Qualität bekommt, dass eine Förderung aus dem Landesprogramm für interkommunale Zusammenarbeit ermöglicht werden kann“, so Frese. In diesem Zusammenhang wollen die Wehren prüfen, inwieweit sich im Zuge des angestrebten Gemeindeverwaltungsverbandes Bromskirchen-Allendorf die beiden Gemeindefeuerwehren über den bereits bestehenden gemeinsamen Löschzug im Katastrophenschutz hinaus enger verzahnen lassen. Innerhalb des Verbandes könnten die Zuständigkeiten für Angelegenheiten der Feuerwehren an einer Stelle gebündelt werden. Es gäbe also einen Ansprechpartner für die Belange der zwei Wehren.

Auch die Einführung des Digitalfunks war ein Thema. Alle Fahrzeuge sind mit den notwendigen Geräten ausgestattet. Das Land Hessen hat eine Sende- und Empfangsanlage westlich von Bromskirchen errichtet. Die Feuerwehrleute wurden bei einem Digitalfunk-Lehrgang eingewiesen. Die bisherigen Kosten für die Umrüstung liegen bei 21500 Euro bei einer Landesförderung von 4100 Euro.

Als letzte Schritte stehen in etwa einem Jahr die Ausrüstung mit Funkmeldeempfängern sowie die Umrüstung der Sirenen an. Dazu hat das Land mitgeteilt, dass die Meldeempfänger für die stille Alarmierung im vierten Quartal 2014 bestellt werden müssen und eine Auslieferung für das erste Quartal 2015 vorgesehen ist. Von der Gemeinde sollen etwa 30 Geräte bezogen werden, die Kosten dafür liegen derzeit bei 12000 Euro. In der Vergangenheit war Somplar funkmäßig kaum zu erreichen. „Das dürfte sich dann im Zuge des Digitalfunks klar verbessern“, sagte Wehrführer Torsten Schutt.

Bürgermeister Frese übergab zudem neue Warnwesten für die Funktionsträger an den Einsatzstellen. So können die Einsatzleiter und Fahrzeugführer schnell erkannt und die Einsatzkräfte besser organisiert werden. Die Westen kosten 480 Euro.(ied)

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