Frankenberg

Englisches Theater an Edertalschule

- Frankenberg (gru). Auf amüsante Weise ihr Englisch verbessern konnten die Schüler sechsten Klassen der Edertalschule: Statt zu pauken durften sie sich das englische Theaterstück „The secret box“ in der Kulturhalle ansehen.

Englischlehrerin Katrin Ortwein hatte die Theaterkompanie „The Flying Fish Theatre“ an die Edertalschule geholt. Das Stück, das am Dienstag von einer Londonerin und einer jungen Frau aus Nordirland gespielt wurde, drehte sich um eine magische Box und den Umgang mit Geld: Die Schülerin Sammy freut sich, dass es in ihrer Schule bald einen Swimming-Pool geben wird. Zusammen mit ihrer stotternden Lehrerin Miss Williams hat sie Spenden für den Bau des Pools gesammelt. Als Sammy das Geld gerade zählen will, kommt Sharon, der Schulraudi, in den Raum.

Sharon verängstigt die liebenswürdige Sammy und schnappt sich das Geld. „Überlegt euch nur mal, was ich mir damit alles kaufen kann!“ ruft Sharon den Kindern auf Englisch zu. „Einen Flachbildfernseher, DVDs, Anziehsachen, ein neues Fahrrad, ach, warum nicht gleich ein Auto,“ freut sie sich, und fängt an Abbas „Money, money, money“ zu singen. Voll Übermut läuft sie danach noch durch die Zuschauerreihen und wedelt mit den Geldscheinen herum. Sammy ist derweil am Rande des Nervenzusammenbruchs, weil sie Miss Williams das gezählte Geld geben soll. Da fällt ihr die magische Box, die sie von ihrer Oma bekommen hat, wieder ein. Die Box erkennt Lügen und spricht, wenn man drei Mal auf ihren Deckel klopft.

Sammy will die rücksichtslose Sharon unter einem Vorwand dazu bringen, auf die Box zu klopfen. Nachdem die Kinder im Publikum ihr lautstark dazu geraten haben, klopft Sharon schließlich auf den Boxdeckel. Doch anders als von Sammy versprochen, verdoppelt die magische Schachtel das gestohlene Geld nicht, sondern sie beginnt stark zu vibrieren und kritisiert Sharon. Die will die Schachtel nun unbedingt wieder schließen – sie schafft es jedoch nicht und muss die Wahrheit über sich selbst hören. Das Stück ist nicht nur eine Geschichte über Wahrheit, Lügen und deren Konsequenzen, sondern hatte auch Musicalcharakter. Neben dem Lied „Money, Money, Money“ sangen die Darstellerinnen auch Klassiker wie Petula Clarks „Downtown“.

Die beiden Schauspielerinnen schafften es, von einer Minute auf die andere zwischen den verschiedenen Charakteren zu wechseln, und erzeugten auch ohne großes Bühnenbild Stimmung. Besonders bemerkenswert war, dass sie direkt mit den Kindern kommunizierten und sie auch immer wieder durch Fragen in das Stück eingebanden.

Zum Schluss durften die Sechstklässler den Schauspielerinnen noch Fragen auf Englisch stellen. Neben Standardfragen nach Alter, Wohnort und Lieblingsfarbe stellten einige Jungs auch ganz persönliche Fragen wie „Kann ich deine Handynummer haben?“

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