Frankenberger Fitnesslauf

So entspannt und so erfolgreich wie nie

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In jeder Disziplin stark vertreten, auch beim Massenstart: Das Läufer-Team des Heiztechnik-Herstellers Viessmann war mit 185 Sportlern angereist und wurde am Schluss als stärkste Mannschaft ausgezeichnet.

Frankenberg - Es war ein großes Fest des Breitensportes: Läufer von zwei bis 82 Jahren starteten beim Fitnesslauf und brachen bei Sonnenschein den Teilnehmerrekord des vergangenen Jahres.

Andreas Schmaler war schon glücklich, da kannte er die endgültige Teilnehmerzahl beim zwölften Frankenberger Fitnesslauf noch nicht. Mehr als 900 Sportler hatten sich zu dem von seinem Fitnesstudio Charisma organisierten Lauf angemeldet. „Letztes Jahr hatten wir etwa 650 Anmeldungen und am Schluss gut 1200 Teilnehmer“, sagte Schmaler. Eine Verdopplung der Teilnehmerzahl gab es zwar in diesem Jahr nicht - doch mit 1348 Läufern auf den unterschiedlichen Distanzen wurde erneut ein Rekord aufgestellt. Etwas weniger als 1300 waren es im vergangenen Jahr gewesen, auch damals eine Rekordbeteiligung.

Wie üblich schickte Schmaler bereits um 9 Uhr die ausdauerndsten Läufer auf die Halbdistanz: Sie mussten drei Runden zu je sieben Kilometern durch das Teichgelände und ins Kalte Wasser absolvieren. Kurz darauf trat das wohl kleinste Starterfeld an: Mit 82 Jahren war Adam Ertl der einzige Teilnehmer seiner Altersklasse. Schmaler lobte den Rentner: „Wir haben den Fitnesslauf eingerichtet, um Kindern zu zeigen, was Bewegung bringt. Und Adam zeigt, wie lange es geht.“ Um kurz nach 11 Uhr waren dann die Hauptpersonen an der Reihe: Hunderte Kinder starteten den 600 Meter langen Bambini-Lauf sowie kurz darauf die Schüler-Strecke über 1,5 Kilometer in drei Alters-klassen. Da waren die meisten Halbmarathon-Läufer schon wieder den Duschen entstiegen: Bereits nach einer Stunde und 26 Minuten kehrten die Ersten von der langen Strecke zurück. Viele waren erstmals beim Fitnesslauf dabei - auch Teilnehmer aus Kassel, Marburg und Bad Berleburg hatten sich gemeldet.

Für so viel sportliches Engagement gab es ein Lob von Schirmherr Bürgermeister Rüdiger Heß. Er freue sich, dass die Veranstaltung stetig wachse, sagte er. „Ihr seid alle Gewinner“, schließlich gehe es um Breiten-, nicht um Leistungssport. Der ehemalige Läufer Heß rief gerade wegen der stetig steigenden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu gemäßigter Anstrengung auf.

Ziel sind 1500 Läufer

Als am Schluss alle wieder im Ziel waren, zeigte sich Schmaler entspannt: Alles sei perfekt vorbereitet gewesen - wofür er Organisatorin Antje Grimm einen Blumenstrauß überreichte. Ziel sei es, im nächsten Jahr die 1500-Läufer-Marke zu knacken, sagte Andreas Schmaler. Wenn weiterhin viele Firmen aus der Region mitmachen, kann das durchaus gelingen: Der langjährige Rekordhalter Hettich war mit 112 Sportlern gestartet, Vorjahressieger Viessmann kam mir 185 Läufern. Und das Team kündigte an, nächstes Jahr 200 Aktive stellen zu wollen.

von Malte Glotz

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