Ehrenbrief für Battenberger Jürgen Hübner

Die Entwicklung der Stadt im Blick

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Battenberg - Ob der Besuch des als Kind aus Battenberg geflohenen Juden Werner Neubürger, Veröffentlichungen zur Stadtgeschichte oder die Anlage des Rosengartens an der Neuburg: Jürgen Hübner hat viel für Battenberg getan. Für sein ehrenamtliches Engagement hat er am Dienstag den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten.

Jürgen Hübner stand fast 20 Jahre lang an der Spitze des Geschichtsvereins, den er auch mit gegründet hatte. Das umfassende ehrenamtliche Engagement würdigte Bürgermeister Heinfried Horsel gestern bei der Überreichung des Ehrenbriefs im Rathaus.

Jürgen Hübners Interesse habe nicht nur der Historie, sondern auch der Weiterentwicklung der Stadt gegolten, sagte Horsel. Den Geschichtsverein habe Hübner geprägt wie kein anderer: „Du warst das Gesicht und der Motor.“ Die Arbeit funktioniere zwar nur im Team, „aber einer muss vorangehen.“ Seit diesem Jahr ist Matthias Seim neuer Vorsitzender. Zur Feier des 20-jährigen Bestehens am 4. September war Hübner verabschiedet worden (FZ berichtete).

Jürgen Hübner habe sich bei der Stadterneuerung engagiert, Vorträge organisiert und eine Kalenderreiher mit historischen Fotos initiiert. Auch die Verlegung der „Stolpersteine“ zur Erinnerung an jüdische Mitbürger in Laisa gehe auf seine Initiative zurück, sagte der Bürgermeister in seiner Laudatio. „Du hast es mit Beharrlichkeit, aber auch mit Kompromissbereitschaft und vier Idealismus verstanden, diese Projekte zu realisieren.“ Außerdem hat er sich für die Anlage und Umgestaltung des Barockgartens an der Neuburg eingesetzt. „Der Rosengarten ist eine Bereicherung für die gesamte Oberstadt“, sagte Horsel.

Stets engagiert war auch Hübners Ehefrau Margit. Sie erhielt gestern einen Blumenstrauß von Horsel.

Matthias Seim vom Geschichtsverein hatte die Ehrung beantragt und die mit Hübners „Initiativen zur Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes“ begründet.

Jürgen Hübner dankte seinen „Mitstreitern“ vom Verein und Bürgermeister Heinfried Horsel. „Es gab auch immer mal Konflikte“, sagte er. Gemeinsam mit seiner Frau Margit hat der 72-Jährige seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin verlagert. Er werde aber weiterhin nach Battenberg kommen und das Geschehen verfolgen, versprach er. (da)

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