CDU bei FingerHaus

Erfolg trotz Nachteilen

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Frankenberg - CDU-Politiker aus Bund, Land und der Region haben bei FingerHaus einen Einblick in Produktionsweisen, Pläne und Sorgen eines heimischen Unternehmens gewonnen.

Einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise des Fertighaus-Herstellers FingerHaus haben heimische CDU-Amtsträger und Bürgermeister Rüdiger Heß erhalten: Die Politiker besuchten das Unternehmen und ließen sich die Fertigungshallen zeigen, in denen nach Unternehmensangaben in diesem Jahr rund 700 Fertighäuser entstehen sollen.

Ein beeindrucktes Fazit zog die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg nach der Tour durch das Werk: „FingerHaus ist ein vorbildliches mittelständisches Familienunternehmen, dem es gelungen ist, sich durch Innovation und unternehmerisches Geschick erfolgreich im Markt zu etablieren - trotz der Standortnachteile im ländlichen Raum.“ Das Unternehmen hätte durch die Fokussierung auf erneuerbare Energien früh die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Ein Anbieter für alles

Geschäftsführer Mathias Schäfer gab Ravensburg und dem Landtagsabgeordneten Armin Schwarz, Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister, Regierungspräsident Walter Lübcke, Bürgermeister Rüdiger Heß und den Frankenberger CDU-Kollegen Thomas Müller und Thomas Rampe einen Einblick in die Unternehmensgeschichte. Die stetige Entwicklung belege, dass es FingerHaus immer wieder verstanden habe, sich an die geänderten Marktverhältnisse anzupassen. Das Fertighaus in Holzbauweise aus Frankenberg sei kein „Haus von der Stange“, erklärte er, sondern werde individuell geplant. Er erkenne den Trend, dass Kunden ein Angebot komplett aus einer Hand wünschten. Dem habe die Firma bereits mit der Schaffung einer Kellerbausparte Rechnung getragen. Da die ersten Fertighäuser aus Frankenberg bereits mehrere Jahrzehnte stehen, gehörten auch Renovierung und der Umbau von Finger-Häusern zum breiten Angebot.

Schäfer erklärte den Politikern, wie der Kauf eines Finger-Hauses üblicherweise abläuft: Die Kunden kommen in das Frankenberger Werk, um innerhalb von etwa zwei Tagen alles von der Haustür bis zur Fliese oder der ferngesteuerten Haustechnik im Ausstellungsbereich auszusuchen. In diesem Zusammenhang interessierten sich die Politiker besonders für die Probleme, die FingerHaus mit der Verkehrsanbindung in Richtung Marburg und nach Westfalen hat. Einig waren sie sich, dass die nächtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen in Richtung Süden so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören sollen. Ebenso versprachen sie, sich verstärkt für die leistungsfähige Fernstraße nach Westfalen einzusetzen.

Auch der Fachkräftemangel wurde angesprochen. FingerHaus trete diesem entgegen, indem die Zahl der Auszubildenden erhöht wurde und sich das Unternehmen am dualen Studium der Technischen Hochschule Mittelhessen in Frankenberg beteiligt, sagte Schäfer.(r)

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