Aufführung am Wolkersdorfer Teich im Juli 2015

Erich Reitz schreibt Theaterstück über Landgraf Philipp

+
Erich Reitz hat sieben Jahre recherchiert und vier Wochen geschrieben: Jetzt ist das Theaterstück über das Leben von Philipp dem Großmütigen fertig. Der Heimat- und Kulturverein will es im Juli 2015 am Wolkersdorfer Teich aufführen.Foto: Patricia Kutsch

- Der Bottendorfer Erich Reitz hat ein Theaterstück geschrieben. Der Bottendorfer Heimat- und Kulturverein will das Stück im nächsten Juli am Wolkersdorfer Teich aufführen. Im Interview mit FZ-Redakteurin Patricia Kutsch erzählt er, wie es zu der Idee kam und wer bei dem Stück mitspielt.

Sie haben ein Theaterstück über Philipp den Großmütigen geschrieben. Worum geht es in dem Stück?

Ich habe den Landgraf Philipp mit der Gegend verknüpft, weil er hier gelebt, gejagt und geliebt hat und weil er ein großer Förderer der Reformation in Hessen war. Im Wolkersdorfer Schloss hat zeitweilig seine Zweitfrau Margarete von der Saale gelebt. Das war Bigamie und er hat es sogar mit Unterstützung von Martin Luther geschafft, sie heiraten zu dürfen - mit der Maßgabe, dass die Beziehung geheim bleibt. Margarete lebte arg beengt und einsam, obwohl sie sich ein Leben am Hof in Kassel erhofft hat. Das Stück erzählt diese Lebensgeschichte von Philipp dem Großmütigen, seinem Leben als Feldherr, als Gegner der Bauernaufstände und als toleranter Mann. Es erzählt aber auch von dem Kummer von Margarete.

Ist das Ihr erstes eigenes Theaterstück?

Vor sieben Jahren hat der Heimat- und Kulturverein mein Stück „Die weiße Frau von der Linnermühle“ aufgeführt. Das Theater erzählte die Geschichte von der Mühle und den Familien die dort gelebt haben.Eingesponnen habe ich in die wahren Geschichten die fiktive weiße Frau, die immer wieder an der Mühle auftauchte und so die Erzählungen verknüpfte.

Wie lange haben Sie an dem Stück geschrieben?

Insgesamt habe ich sieben Jahre lang mit Blick auf ein Theaterstück recherchiert. Nach dem Erfolg meines ersten Stücks war es ein großer Anreiz, mich an diesen vielschichtigen Stoff zu wagen. Geschrieben hab ich den Dreiakter dann innerhalb von vier Wochen bei einer Kur in Reinhardshausen. Da hatte ich Ruhe und genügend Zeit.

Haben die Proben schon begonnen? Wer hat die Regie übernommen?

Ich führe selbst Regie mit einigen Assistenten. Derzeit wird das Stück noch Korrektur gelesen, dann bekommen die Darsteller den Text. Die Proben sollen im Frühjahr 2015 beginnen.

Also haben Sie noch eine ruhige Zeit bis Probenbeginn?

Nein. Die Planungen laufen. Wir planen vier Aufführungen im Juli 2015. Wenn das Stück gut angenommen wird, soll es eine fünfte Aufführung zugunsten eines guten Zwecks in Bottendorf geben. Aber es ist ein Stück für die gesamte Region. Freunde aus meiner Heimat im Rhein-Main-Gebiet kommen ebenfalls. Der Aufwand ist groß: Wir brauchen Kostüme, ein Bühnenbild. Für die Zuschauer bauen wir am Wolkersdorfer Teich ein großes Zelt auf, damit die Sitzplätze überdacht sind. Außerdem bauen wir eine Bühne auf, die in den Teich ragt. Wir haben schon geplant und ausgemessen, denn vor der Bühne müssen auch Kutschen entlangfahren können.

Das vollständige Interview mit Erich Reitz lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

Kommentare